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Dienstag, 21. September 2021

Rostig geht es weiter....

Bei unserem Round Robin der Gruppe TexARTist war wieder ein Tausch fällig. Die Arbeit zum Thema Erde wurde von mir ergänzt mit einem gerosteten Stoff. Das Oberthema ist "5 vor 12" und jedes Gruppenmitglied hat ein Element. Zum Thema Erde habe ich einen gerosteten Stoff verwendet als Symbol für die Metalle und seltenen Erden im Boden. 

Der obere Stoff ist mit Nägeln und Schrauben gerostet, den unteren Stoff habe ich mit Draht gerostet. Hier  beschreibe ich alle meine Rostexperimente, auch die Drahtrostung. Die kleineren Zellstoffstückchen, die man aufgesteckt sieht sind benutzte Teebeutel. Sie passen farblich und auch von ihrer Struktur perfekt dazu.


 

Zum Ende hin habe ich den Stoff freihand gequiltet. Leider darf ich nicht mehr zeigen, es soll ja spannend bleiben und wir wollen die Arbeiten später vielleicht mal in einer richtigen Ausstellung (so mit Besuchern) zeigen. Nun ist das Teil schon wieder beim nächsten Teilnehmer und ich warte jetzt auf die Arbeit zum Thema Weltall. Bin schon sehr gespannt.

Hier habe ich bereits über die Arbeitsweise unserer Textilkunstgruppe TexARTists berichtet.





Heute verlinke ich wieder zum Mustermix, wo in diesem Monat "Rostig und Bündel"   das Thema ist. Vielen Dank an Michaela   Müllerinartstudio  und Susanne aka frau_nahtlust die Auswahl der Themen und die Organisation.

Samstag, 5. Dezember 2020

Das Element Feuer

 


 


Feuer - eines der 5 Elemente, die wir in unserer Textilkunstgruppe TexARTists als Thema des 5. Round Robins gewählt haben.

Die Lehre der vier Elemente beruht auf der Annahme, daß alles Leben seinen Ursprung in den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde hat und dass man ihnen bestimmte körperliche und charakterliche Eigenschaften zuordnen kann. (Wikipedia)

Moment mal, werden sich jetzt einige fragen. Sie hat am Anfang 5 Elemente geschrieben. Wieso 5 Elemente. In der Regel sprechen wir in unserem Kulturkreis von den 4 Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft. Dies beruht auf der Vier-Elemente-Lehre der antiken griechischen Philosophie. Der Buddhismus kennt die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Leere als fünftes Element.

Auch in China findet man eine Lehre der Fünf Elemente. Hier sind es Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt ebenso wie zwischen den einzelnen Organen innerhalb des menschlichen Organismus beschrieben.

Ja und wir sind 5 TexARTists, deshalb haben wir uns für 5 Elemente entschieden. Und das fünfte Element ist Leere/Weltall.

Ich bin ein Feuerzeichen, deshalb war für mich sorfort klar, dass ich gerne das Element Feuer bearbeiten möchte. Die 12 Sternzeichen wurden in der Antike den 4 Elementen zugeordnet.

Und hier nun meine Umsetzung des Themas. Dies ist das Anfangstücks meines Round Robins. Das geht nun auf die Reise zum nächsten Mitglied und ich warte schon auf das nächste Teil, an dem ich dann arbeiten werden. Es ist das Element Luft.

 


 


Laut der antiken Lehre steckt in jedem Menschen etwas von jedem Element, nur unterschiedlich ausgeprägt. Ich kann mich sehr gut in der Beschreibung des Feuerzeichens wiederfinden. Vor allem der Freiheitswillen ist bei mir sehr ausgeprägt und ich brauche immer wieder neue Herauforderungen. Wenn sich etwas wiederholt, verliere ich oft die Lust, Routinen sind nicht so mein Ding. "Hatte ich schon, weiter...". Fand ich sehr interessant zu lesen, da ich immer wieder dachte: Ja, stimmt, genau so empfinde ich das... Krass.

Mit Feuer verbinde ich verschiedene Eigenschaften, sowohl positiv aber auch negativ. Aber die positiven Assoziationen überwiegen. Wärme, Licht, Zerstörung, Faszination, Lagerfeuer, für etwas brennen, ausgebrannt sein.

Wir arbeiten in der Gruppe in einer Kollaboration an Round Robins zu bestimmten vorab festgelegten Themen. Die Rahmenbedingen wie Größe, Material, Sendeturnus legen wir vorab fest. Dann gehen die Arbeiten auf die Reise. Ca. 1,5 - 2 Jahre sind sie unterwegs und entwicklen sich dabei zu beeindruckenden Artquilts. Hier findest du alle Posts, in denen ich bereits über unsere Gruppe und unsere  Arbeitsweise berichtet habe. 

Hier berichte ich über eine Ausstellung zu unserem ersten Round Robin.  Hier findest du die Beschreibung unserer Arbeitsweise.   

 
Das ist unsere Herausforderung. Unsere Challenge. Die Collaboration. Wir können das Anfangsthema frei wählen, dann aber müssen wir uns immer wieder auf das Thema eines/einer anderen einlassen, auf unterschiedliche Herangehensweisen und Techniken. Aber man muss auch aushalten können, wie sich die  eigene Arbeit weiterentwickelt. 

Wir machen dies nun zum fünften Mal. Wir treffen uns mindestens einmal im Jahr, ansonnsten kommunizierten wir bis letztes Jahr per Yahoo-Gruppe, nun per Whatsapp. Wir stellen gemeinsam aus, wir diskutieren gemeinsam, arbeiten uns an den unserschiedlichen Stilen ab und kommen immer wieder zu einem Kompromis.

Ich bin gespannt, wohin uns die Reise durch die 5 Elemente  trägt.

 



Donnerstag, 26. März 2020

Mittwochsmix: Schicht und Tulpen im März


SCHICHT und TULPE
im kreativen Mittwochsmix von Michaela und Susanne



Den März 2020 werde ich sicherlich nicht so schnell vergessen. Er fing fröhlich und sonnig an. Ich habe meine textilen Events geplant und gebucht und mich in die Vorfreude und Vorbereitungen gestürzt. Damals (haha, damals! Das wa vor 3 Wochen!!) dachte ich noch, Co... ist im Mai bestimmt vorbei. Und dann überschlugen sich die Ereignisse...

Aber es gibt auch schöne Momente.

Unsere Textilkunstgruppe TexARTists hat sich wieder in Weißendiez im Atelierhaus von Mathias Rug getroffen und den Round Robind Nr. 4 zum ersten Mal nach der zweijährigen Runde als Gesamtwerk gesehen. Dazu später mehr.

Der Mustermix geht weiter. Das März-Thema ist Schicht und Tulpe. Hier eine Zusammenfassung meiner Insta-Posts zum Thema:

Eine herrliche Kombination.Die Schichten wurden durch Gelliprints erzeugt und dann entweder bestempelt oder bedruckt. Die letzte Arbeit ist eine weiterbearbeitete Collage.




Hier zur aktuellen Sammlung im Mittwochs-Mix mit Schicht-Tulpen!

Im nächsten Monat ist das Thema Pink und Fläche.

Donnerstag, 28. November 2019

Round Robin Nr 4 und weiter geht's zur Adventspost

Diesmal hatte ich zwei Round Robin Arbeiten der Gruppe TexARTists zur weiteren Gestaltung bei mir.  GRÜN und ORANGE.

Das orange Teil enthält den von mir gestalteten blauen Komplementärstreifen. Hier schreibe ich darüber.


Deshalb war mein Plan, die Oberfläche in der gleichen Technik - nun in Organgetönen zu bearbeiten. Aber irgendwie kam es anders. Die von den Vorgänger*innen vorgegebenen Muster waren sehr organisch, sodass ich auch zu einem anderen Schwung im Handgelenk angeregt wurde.



Aber das Ergebnis hat mich noch nicht so überzeugt. Also wurde die Oberfläche  mittels einem manipulierten Zwiebelnetz und Stickereien mit selbstgefärbtem Schafwollgarn weiter bearbeitet.



Auf das grüne Teil habe ich mittels einer Unterlage und Wachskreiden ein Muster schraffiert, das nun weiter bearbeitet werden kann.




Ich weiß gar nicht mehr wo das Metallteil her ist. Irgendein Stück, das jemand wegwerfen wollte. Aber es hat mir schon viele tolle Muster beschert.

Da wir im Vorfeld vereinbart hatten, dass alle Teile mit einem Bügelvließ hinterlegt werden sollen, ging das Schraffieren etwas schwierig. Aber nach einer Trocknungsphase und anschließendem Bügeln ist das Muster doch ganz schön herausgekommen.

Mittlerweile sind sie zur nächsten Bearbeiterin unterwegs und ich freue mich jetzt auf die Adventspostaktion 2019. Die erste Karte ist schon da. Und so eine schöne. Wird aber erst nach dem 1. Dezember gezeigt.

Ich bin erst am 10. Dezember dran. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.


Auf dem Post-Kunst-Werk Blog von Michaela Müller (Müllerinart) und Tabea Heiniker gibt es mehr dazu zu erfahren.

Gestern bin ich doch aus Versehen schon in einen Weihnachtsmerkt geraten. Da hatte ich noch gar nicht mit gerechnet. Der erste Advent ist doch erst am Sonntag. Aber schön war's trotzdem.



Ich wünsche euch allen einen schönen Start in den Advent.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Übergangszeit - Transformation

Ohje, hier tanzt gerade der Bär und ich habe heute gesehen, dass es fast 4 Wochen her ist, dass ich den letzten Blogbeitrag geschrieben habe. Dabei ist soviel passiert, über das es sich zu erzählen lohnt.


Wer mir auf Instagram folgt, kann dennoch teilhaben an meinen Aktivitäten. Dort zeige ich regelmäßig, woran ich gerade arbeite, was gerade aktuell ist. Derzeit habe ich eine Arbeit in einer ganz spannenden Ausstellung zum Thema "Grenzen" im Seelenhaus 2.0 in Eschwege.
Wir leben hier am Grünen Band, der ehemaligen Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland. Vor 30 Jahren fiel die Mauer und wir sind hier recht gut zusammengewachsen. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es diese Ausstellung in einem Leerstandgebäude, das für dieses Projekt angemietet wurde, mitten in der Stadt. 50 Künster*innen stellen Arbeiten zum Thema "Grenzen" aus.  Dabei geht es nicht nur um die innerdeutsche Grenze, sondern Grenzen allgemein. Zusehen sind Malerei, Grafiken, Aktionskunst, Installationen, Textilkunst, ..... Es gibt begleitende Workshops, Führungen, Filmvorführungen, Konzerte....you name it. Die Ausstellung läuft noch bis zum 9. November 2019.

Ich bin an einem Frauenprojekt beteiligt. Dabei gestalteten wir Frauen Stoffstreifen, die in einem Raum, den man durchwandern kann hängen. Die Stoffbahnen symbolisieren auf der einen Seite das Weiche, Durchlässige, Grenzerfahrung nach dem weiblichen Prinzip. Die von mir gestaltete Stoffbahn ist eine Paperlamination.  Polyorganza, das ich mit einer Schablone bedruckt habe und auf die ich mittels einem Transfermedium Zeitungsausschnitte aufgebracht habe. Leider habe ich kein Foto von dem Raum mit der Installation. Mal sehen. Vielleicht klappt es ja noch. Hier kann man es kurz in einem Youtube-Beitrag von der Vernissage sehen.



Außerdem  bin ich mit einer ganz kleinen Arbeit  dabei. "Freiheit für Palästina". Die ist 20x20 cm groß und 2012 entstanden für die Ausschreibung von Gudrun Heinz "Freiheit-Freedom-Liberté". Aber sie ist immer noch aktuell. Als ich 2011 nach 19  Jahren wieder nach Israel und Palästina kam, nachdem wir von 1987-1990 dort gelebt und gearbeitet hatten und 1992 nochmal 3 Monate dort verbracht hatten, war die Mauer dort ein absolutes Schockerlebnis für mich. Die Situation der Palästinenser hatte sich derart verschlimmert, das war für mich kaum auszuhalten. Anschließend entstand die Arbeit und als ich die Ausschreibung zum Thema Grenzen gelesen hatte, musste ich damit daran teilnehmen. Was auf der Westbank abgeht ist ungeheuerlich und in unserer Berichterstattung findet das praktisch nicht statt.

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Ende August war Abgabetermin für den Round Robin Beitrag "GELB" meiner Textilkunstgruppe "TexARTists". Hier mehr dazu. Mit der Farbe gelb fremdele ich ja normalerweise sehr. Aber in diesem Jahr hat mich die Farbe doch sehr begleitet. Von dem zarten Frühlingsgelb - verarbeitet in der ARTchallenge, zum Round Robin "GELB" bis nun in den Herbst das satte dicke GELB. Wir sind uns doch näher gekommen.....Im RR habe ich wieder viel mit hitzebehandeltem Organza und Angelina (na, wer kennt das noch???) gearbeitet, dass dann weiter mit Garn und verschiedenen Perlen bestickt wurde. Leider sind die Fotos nichts geworden und jetzt ist das Teil schon weg...



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Dann gab es einen weiteren spannenden Abgabetermin. Ich habe im Mai an einer 30-Tage -ART-Challenge begleitet von Marianne Körner teilgenommen. Das war eine spannende Erfahrung für mich. Es ging darum, einen bestimmten selbst gesetzten Zeitraum täglich Zeit für Kunst zu machen und dann mind. 10-15 Minuten kreativ zu arbeiten. Ich hatte mir das Thema "Frühlingsstrukturen" ausgesucht. Hier habe ich das Projekt schon einmal beschrieben.





Ich hatte das Teil nicht im Mai fertig bekommen und habe mir dann nach dem Urlaub nochmal einen festen Zeitrahmen gesteckt und mich dann täglich daran gesetzt. Zwischendurch hatte ich einen Hänger. Irgendwie fehlte der Kick, das Stück hat mich nicht richtig angesprochen. Es hatte unehimlich viele Details, aber es fehlte die Klammer oder ein Singer.


Etwas was die ganze Arbeit zusammenhällt, oder einen Hingucker. Da ich einen Zeitrahmen hatte und auch einen Abgeabetermin für das buchprojekt, konnte ich das Teil aber leider nicht einfach hängen lassen und warten, bis es zu mir spricht, wie es weiter gehen soll. Das tue ich nämlich sonst in so einem Fall. Ich habe mich nochmal intensiv mit den Designprinzipien auseinandergesetzt. Das gute Stück fotografiert und dann versucht an den Fotos zu arbeiten. Da es ja ein Wholecloth ART Quilt ist, hatte ich doch Angst, es u. U. zu ruinieren. Zwischendurch hatte ich Besuch von lieben Textilkünstlern, die mich zu LaWerra besucht haben (davon erzähle ich später). Wir haben gemeinsam verschiedene Möglichkeiten diskutiert. Obwohl wir zu keiner zufriedenstellenden Lösuing kamen fand ich es echt toll, mit echten Menschen, die sich auch nicht in meinem Metier auskennen direkt zu sprechen.  So schön es ist, dass wir über Insta, Blogs etc. uns austauschen können, es geht ncihts über das direkte Gespräch. mein Anliegen wäre schwierig gewesen online zu diskutieren. Nach LaWerra habe ich dann mutig in die Arbeit hineingenäht und bin absolut glücklich mit dem Ergebnis. Dies wird nun in einem Buch über Künstlerinnen von Marianne Körner veröffentlicht werden. Bin schon sehr gespannt. Wahrscheinlich erscheint es Anfang 2020.

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LaWerra. Ja sie fand zum 9. Mal statt ---- und zum letzten Mal. Wir drei Organisatorinnen haben beschlossen, dass es Zeit ist aufzuhören. Es war wieder ein toller Erfolg. Beeindrucke  und sehr sehenswerte Arbeiten. Viele Besucher*innen, Kabarett vom Feinsten mit Romy Hildebrand. Aber man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Immernoch fühlt sich unsere Entscheidung  gut an. Ich habe selber gar nicht ausgestellt dieses Mal. Es war einfach zu viel los.

Ich brauche mehr Zeit für mich, mehr Zeit zum Experimentieren, zum Ausprobieren. Die will ich mir jetzt nehmen und muss dafür andere Projekte zurückfahren. Auch Kurse habe ich vorerst gestrichen. Ich habe im letzten Jahr soviele tolle Kurse besucht, so nette Menschen kennengelernt und Kontakte geknüpft, komme aber gar nicht dazu, das Gelernte anzuwenden, auszuprobieren und zu vertiefen oder gar die Kontakte zu pflegen. Die Zeit rauscht einfach nur so an mir vorbei gerade. Sogar die Stoffspielereien Ende September habe ich verpasst. Wie schade. Hier bei KaZe kann man sehen, was die anderen tollen Frauen so zum Thema Miniatur gemacht haben.

Dieser Bericht umfasst den Monat September bis in den Oktober. Den Übergang von Sommer zu Herbst. Begonnen mit sehr heissen Temperaturen -- dann wurde es ugemütlich kalt, wir kamen nahe dem Gefrierpunkt -- und jetzt sind  wir im goldenen Herbst angekommen mit seinen wunderbarben Farben, seinen warmen Nachmittagssonnenstrahlen. Nun ruft noch der Garten. Ich freue mich, ihn ihn seine Winterruhe zu begleiten. Ich liebe diese Jahreszeit.....





Samstag, 25. Mai 2019

Stoffspielereien: Heimat


Was bedeutet Heimat? Diese Frage stellt heute Susanne (nahttlust) als Gastgeberin der Stoffspielereinen. 

Was bedeutet Heimat für mich? Die ich schon so oft umgezogen bin, auch mehrfach ins Ausland.
Wo ist Heimat, dort, wo man ursprünglich herkommt/aufgewachsen ist? dort, wo einen das Studium, die Arbeit oder sonst was hinverschlagen hat? dort, wo die Familie lebt? dort, woran man sich gerne erinnert?
Ich komme aus dem Rheinland. Aber ist das meine Heimat? Ich wohne schon 30 Jahre nicht mehr dort - länger weg als dort. Ich habe insgesamt 10 Jahre im Mittleren Osten und Südlichen Afrika gelebt. War dort meine Heimat? Meine Großeltern waren Flüchtlinge. Sie waren heimatlos. Daheim war für sie immer der Ort, von wo sie geflüchtet sind. Das hat auch mich geprägt. Ich habe früh gelernt, dass nichts garantiert ist im Leben. Ich fühle mich schnell überall wohl, kann mich gut einfügen, kann aber genauso gut  auch wieder gehen. Habe selten das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Jetzt bin ich schon 15 Jahre  am Stück am gleichen Ort - in Nordhessen. So lange wie noch nie irgendwo. Das macht mich gerade unruhig. Ich könnte mir gut vorstellen, zu packen und mal wieder ganz woanders neu zu starten. Das Thema Heimat geht schon ein bischen unter die Haut, da ich dann immer hinterfrage. Ich glaube, Heimat ist für mich gar kein Ort, sondern eher ein Gefühl. Es kann ein Geruch sein, eine Musik, oder der kölsche Dialekt. Dabei bekomme ich dann doch Heimatgefühle. Ich hatte nie Heimweh früher  --- außer zur Karnevalszeit  ---- Aber das ist schon lange vorbei. Im Ausland waren Jahreszeiten Heimat. Wenn es immer schönes Wetter hat und der Himmel immer strahlend blau ist, sehnt man sich nach dem Wechsel der Jahreszeiten.  Nachdem kuscheligen Gefühl der Vorweihnachtszeit.

Bei unserem Round Robin #2 war Heimat eines der vorgegebenen Themen. Da habe ich mich schon ein wenig schwer getan. Wie defineirt man Heimat? Wie setzt man es textiol um? Aber am Ende ist es mir doch ganz gut gelungen. In verschiedenen Panels habe ich veschiedene Bezugspunkte zu meinem Heimatgefühl dargestellt.

Dieses Panel steht für gemeinsames Weihnachten und Familienfeste. (Fototransfer)


Hier ist ein Stadtplan mit Fototransfer auf Stoff aufgebracht. Im Hintergrund sind Begriffe aufgestickt, die ich mit Heimat verbinde. z. B. auch Humor. Damit meine ich, man kann über die gleichen Dinge lachen, man wird verstanden, hat die gleiche Denke. Ganz wichtig.


Hier habe ich ein afrikanisches Dorf dargestellt und die tollen und intensiven Farben im südlichen Afrika. Dort war eine zeitlang unser Lebensmittelpunkt und für unsere Kinder ist dies Heimat.




Die Panels sind im Rahmen des 2. Round Robins unserer Textilkunstgruppe TexARTists entstanden.

Und hier geht es zum Blog Nahtlust. Dort sammelt Susanne heute alle Beiträge zum Thema Heimat. 

Danke Susanne für das spannende Thema, das immer wieder  neu zu denken anregt.


Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein - ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine
30.06.2019: "Afrika" bei made with Blümchen https://www.madewithbluemchen.at/ 
29.09.2019: „Miniatur" bei Feuerwerk bei Kaze https://feuerwerkbykaze.blogspot.com/ 
27.10.2019: "Handweben" bei Schnitt für Schnitt http://schnittfuerschnitt.de/ 
24.11.2019: (Thema noch nicht fix) bei Nähzimmerplaudereien https://naehzimmerplaudereien.com/ 
Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du bei „Siebensachen zum Selbermachen“. .

Samstag, 23. Februar 2019

Frühlingsfarben im Farbverlauf

Bald  ist März....
das heisst für mich:
raus aus der Winterlethargie, rein ins Vergnügen. Der Frühling macht ja schon  mächtig TAMTAM

Es locken die Sonnenstrahlen, die ersten Frühblüher wagen sich hervor. Es wird farbig.

Einiges konnte ich abschließen. So den Quilt  für die Ausschreibung Patchworkgilde Interchange- Threads connect. Dies ist eine Beteiligung am South African National Quiltfestival (NQF) im August in Johannesburg. Dort soll es eine Tri-nations-Ausstellung Südafrika-Deutschland-Irland geben. Ich bin schon sehr gespannt. 30 Quilts können aus Deutschland teilnehmen. Das Los entscheidet.

Es ist ein Wholecloth Quilt geworden. Screenprints in Gelb und Rot und den dazwischen liegenden Farbschattierungen, die ich anschließend per Hand und Maschine bestickt habe. Hier habe ich mit Farbverlaufsgarn und mit einer Topstichnadel gequiltet. Zum Handsticken nehme ich auch gerne Farbverlaufgarn. Am liebsten Perlgarn von ACHTUNG WERBUNG!!!! (aber unbezahlt) "House of Embroidery".

Leider kann ich ihn noch nicht zeigen. Nur Details.



2004 habe ich am NQF - Celebrations in Durban teilgenommen. Hatte einen Quilt im Wettbewerb und habe mit unserer Gilde den 1. Platz in der Kategorie Group Quilt gewonnen. Das war ein tolles Erlebnis.  Es war eine tolle Quiltgemeinschaft. Ja, ihr merkt, das Heimweh sitzt immer noch tief. Schnief. Seitdem habe ich nie wieder an einem NQF in Südafrika teilgenommen. Vielleicht....

Der Geburtstagsquilt ist fast fertig. Ein Hexagonquilt, an dem ich schon viele Jahre (Jahrzehnte?) nähe, sollte nun über den Winter per Hand genäht werden. Gemütlich am Ofen. Aber zum Schluss war ich doch froh, als das Ende absehbar war. Hier hab ich auch schon über dieses Langzeitprojekt berichtet. Ich glaube begonnen habe ich ihn vor 20 Jahren während meiner Zeit in Lesotho. Da hatten wir öfter keinen Strom. Deshalb fand ich diese Handnähtechnik ganz praktisch. Über die Jahre habe ich immer mal wieder daran gearbeitet. Und ja. Jetzt sollte er endlich fertig werden. Er wurde zum Geburtstagsgeschennk auserkoren. Aber ehrlich gesagt, habe ich das doch unterschätzt. Es ist ein Unterschied, ob ich immer mal wieder daran arbeite oder unter Zeitdruck....

Gequiltet wurde er dann aber frei und mit der Maschine - bei aller Liebe zum Handnähen und Slowstitching. Und er ist sehr schön geworden. Bald wird er verschenkt werden. Auch hier habe ich mit  Farbverlaufsgarn und einer Topstichnadel gequiltet.



FARBVERLAUF  ist auch das Thema der heutigen Stoffspielerei bei SchnittfürSchnitt. Schau doch gleich mal vorbei.
 

Das TexARTist -Treffen steht an, damit der erste Tausch des 4. Round Robins. Meine Farbe ist BLAU. Hinzu gefügt ein Streifen Orange von Alexandra. Hier habe ich schon unsere Arbeitsweise erklärt.


Der Hintergrund ist mit Proxion gefärbt mit der Traydye-Methode. Anschließend habe ich verdickte Farbe mit einer Karte aufgetragen.

Dazu habe ich wieder ein Begleitbuch gestaltet. Diesmal natürlich auch in Blau. Hier habe ich über die vorherigen Begleitbücher berichtet. Das Begleitbuch wurde auch mit Farbverlaufgarn bestickt. Das Begleitbuch geht dann ab Mitte März mit auf die Reise.



Und jetzt noch ein Werbeblock:

Die nächste Stoffspielerei findet am
31.03.2019 statt: Thema „Geometrie“ bei Feuerwerk by Kaze
Alle sind eingeladen, die sich vorstellen können zu diesem Thema zu arbeiten. Auch über Mißglücktes oder Probleme bei der Umsetzung kann man gerne berichten.

Und für die Frühlingspost 2019 habe ich mich auch wieder angemeldet. Juchu. Es geht um Kleisterpapiere in Pastel, die zu Karten und Umschlägen werden sollen. Ja, ich bin bereit und freue mich sehr.

Am 1. September findet die 9. LaWerra in Bad Sooden - Allendorf statt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. 34 Ausstellerinnen werden teilnehmen. Ich werde in diesem Jahr aber nicht selber ausstellen. Die Entscheidung ist getroffen. Bin gespannt, wie es sich später anfühlt. Jetzt noch alles gut.

*ACHTUNG:Unbezahlte Werbung - Ich blogge aus reiner Freude am Austausch mit Gleichgesinnten. Ich bekomme weder eine Vergütung für die Erstellung der hier gezeigten Arbeiten noch für die Veröffentlichung dieses Blogbeitrags. Dennoch kennzeichne ich diesen Blogbeitrag jedoch als Werbung, da er die Nagemensnennung sowie die Verlinkung der Webseiten von Anbietern und/oder Mit-Bloggerinnen und/oder die Bezeichnung von verwendeten Produkten beinhaltet.



Montag, 21. Januar 2019

Use what you have - nutze was du hast

Dieses Jahr war ich im Dezember und bis Anfang Januar ziemlich ausgeknockt. Eine fiese Erkältung in den verschiedensten Facetten hatte mich fest im Griff. Dabei hatte ich  mir soviel vorgenommen für die freien Tage, stattdessen habe ich mir Jahresrückblicke angeschaut und viele Blogs gelesen und mir die guten Vorsätze anderer verinnerlicht.

Dann als die Energie zurückkam, wurde entrümpelt. Unfassbar, was ich alles in meinem Arbeitszimmer angesammelt habe. Stoffe, Papier, Pappen, Plastik, Materialien,......
Soviele Leben habe ich gar nicht, um das alles verarbeiten zu können.

Ich habe mich von vielem verabschiedet. Dennoch ist genug da. In meinen afrikanischen Jahren habe ich gelernt, dass Kreativität durch Mangel entsteht....

Mangel leide ich mit Sicherheit nicht. Aber ich habe in diesem Jahr vor, das zu nutzen, was ich habe und nach Möglichkeit so wenig wie möglich neu dazuzukaufen.

Deshalb werde ich meine eigene Herausforderung annehmen und mich von meinen gehorteten Schätzen inspirieren lassen und sie weiter verarbeiten.

Gleich zu Jahresbeginn habe ich eine schöne Schachtel gestaltet für die Washi Tapes. Klar, dass ich die Pralinen erstmal aufessen musste, um an die Schachtel zukommen.




Der hässliche Kalendereinband wurde hinter einer schönen Collage versteckt.



 Geburtstagskarten bestickt. 




Im letzten Jahr habe ich ja schon begonnen Stoff abzubauen, in dem ich einige Lasagnequilts genäht habe, die zu runden Geburtstagen und Weihnachten verschenkt wurden.



Letzte Woche habe ich mir dann auch noch ein Lasgangequilt für das Sofa in meinem Arbeitszimmer genäht. Der Bezug vom Draußensofa gefällt mir farblich so gut, dass ich ihn so ähnlich nochmal für mich gemacht habe. Hier habe ich diesen schon gezeigt. 



Das war mal ganz schön, hatte auch etwas Meditatives, was zu der Zeit sicherlich gut für mich war.  (Leider habe ich gar nicht von allen Fotos gemacht, da sie auf den letzten Drücker fertig wurden und gleich als Geschenk weitergereicht wurden). Bei diesem letzten Teil sieht man schon, dass ich schon wieder fitter war und eine Abwandlung eingebaut habe.

In diesen Beiträgen hier und hier habe ich bereits über die Lasagnequilts aus Stoffen aus der Kleiderkiste berichtet. 

Dazu passt auch das Thema der Stoffspielerei in diesem Monat: Ich war einmal...
Am Sonntag sammle ich dazu die Beiträge hier auf dem Blog. In diesen Quilts stecken einige Hemden, Boxershorts, alte Gardienen und eine Hose.

Das waren herrliche und teils besinnliche Aktivitäten, die mich wieder auf die Spur gebracht haben. Platz geschaffen haben für neue Ideen und Muße bringen diese Ideen umzusetzen.

In 2019 wird es wieder eine LaWerra geben, die ich mit organisiere. Am 01. September, um genau zu,  sein. Bewerben können sich Frauen noch bis zum 31. Januar. Mehr Informationen hier: www.lawerra.de 

Bei den TexARTist startet ein neuer Round Robin. Der vierte schon. Diesmal geht es um Strukturen. Jede/r TeilnehmerIn hat sich eine Farbe ausgesucht. Die Idee ist, sich nicht von einem Thema ablenken zu lassen, sondern sich auf Strukturen zu konzentrieren. Meine Farbe ist blau. Der Stoff ist mit Proxion gefärbt und mit Dekaprints bedruckt. (upps WERBUNG ohne Auftrag)



Ab März werden die Teile dann wieder im 2-Monatsrythmus weitergeschickt. Ich werde über die weitere Entwicklung berichten.

Und dann habe ich mir vorgenommen, an zwei Ausschreibungen teilzunehmen und mich für einen Kurs in Speyer - Jette Clover -  im März angemeldet (schon wieder WERBUNG - ohne Auftrag). Oh ich freu mich so.

Kein Rückblick aber ein ganz klarer Blick nach vorne. Das wird ein tolles Jahr.

Montag, 10. September 2018

Treppen-Keller-Hinterhöfe - ein Fest für alle Sinne




Ich bin noch ganz geflashed vom Treppen – Keller –Hinterhöfe – Kulturfestival
Das Wetter spielte mit und so waren wieder unheimlich viele Besucher unterwegs. Auch in Witzenhausen gibt es einen wachsenden Leerstand in der Innenstadt, dies hat die Kulturgemeinschaft vor 10 Jahren zum Anlass genommen, anstatt den Zustand zu bejammern, ihn zu nutzen. Seitdem finden alle 2 Jahre in  leer stehenden Gebäuden und Kulturdenkmälern Ausstellungen, Lesungen und Konzerte statt. Und immer wieder schaffen sie es, neue Keller und Gebäude oder Hinterhöfe vorzustellen.










Diesmal war das Koch’sche Haus neu dabei, indem der Dichter Ernst Koch seine Kindheit verbrachte. Er ist der Autor von „Prinz Rosa Stramin“ und den Lenzbacher Geschichten. Dort wurde auch mein persönliches Highlight ausgestellt, Bilder des marokkanischen Künstlers Adil Roufi. Sie haben mich wirklich berührt.







Und ganz besonders berührt hat mich auch die Resonanz auf unsere Round Robin Ausstellung „Gemeines einer Gesamtdeutschen Gruppe – textil erzählt“. 




Wir haben diese Arbeiten ja schon öfter ausgestellt, aber noch nie habe ich so ein Feedback bekommen. Trotz des großen Angebotes der Veranstaltung haben sich so viele Besucher die Zeit genommen, sich intensiv auf die Arbeiten und ihre Themen einzulassen und dies mit mir zu diskutieren. Es war so beeindruckend. Dabei geht es darum, Brücken zu schlagen zwischen den unterschiedlichen Erfahrungen der Gruppenmitglieder, je nach ihrer Herkunft/Sozialisierung. Jedes Mitglied wählte individuell eine Lebensphase und füllte dieses Thema mit autobiografischem Inhalt, den Erfahrungen, die man in Ost und West, in Nord und Süd in dieser Zeit gemacht hatte. Von allen Teilnehmenden wurden diese Themen dann im Rahmen eines Round Robin textil umgesetzt, wobei jede*r die eigenen Erfahrungen zugrunde legte. Dabei sind 6 sehr persönliche großformatige Arbeiten entstanden.
Die einzelnen Themen sind:
  • Jugendkultur – Ost:“… welche Meinung ich zu haben habe“
    West: „…eigene Meinung finden, sich reiben“
  • Ausbildung - „Die Welt steht nur offen, wenn man selbst offen ist“
  • Frau und Arbeitswelt – „Frauen und Männer sind vor dem Gesetz gleich“
  • Junge Familie – „Wilde Zeiten – Gute Zeiten – Wichtige Zeiten – Schöne Zeiten“
  • Mütter und Väter – „Erinnerungen an die Eltern“/“Hinterlassene Spuren“
  • Heimat – „Heimat, da wo man verstanden wird“
Normalerweise stellen wir in Textilmuseen aus oder Veranstaltungen mit textilem Bezug, zuletzt beim Spinn- und Filzfest im Rahmen der Brandenburgischen Landpartie. Hier habe ich schon darüber berichtet. Da hat es immer Publikum mit textilem Hintergrund, entsprechend sind die Gespräche oft eher „fachlicher“ Austausch zu Techniken oder zur Arbeitsweise der Gruppe. Diesmal war der Austausch wirklich zu den Themen. Die Besucher waren berührt. Ich denke es lag schon am Publikum, die keinen textilen Hintergrund oder Bezug hatten, sondern wirklich an der künstlerischen Umsetzung interessiert waren, aber auch vor allem an den Themen und wie wir es mit unserem jeweiligen Hintergrund umgesetzt haben. Wir sind sechs Textilkünster*innen, die seit 2012 zusammenarbeiten. Sieglinde Wischneswski, Klaus-Jürgen Hohmann, Martina Rug, Evi Mühlstedt, Marion Kranz (bis 2016), Alexandra Hense (ab 2016) und ich. Wir kommunizieren über eine geschlossenen Yahoogruppe. Bei unserem ersten Treffen haben wir festgestellt, dass drei aus Ostdeutschland kommen und drei aus Westdeutschland. Wir haben an diesem Wochenende viel über uns erzählt und gemerkt, dass wir alle die gleichen Themen haben, diese aber je nach Herkunft und Sozialisation unterschiedlich belegt sind. Das wollten wir im nächsten Round Robin umsetzen. Dabei sind diese sehr persönlichen Arbeiten entstanden. Ja, und Witzenhausen liegt direkt an der ehemaligen Grenze im Dreiländereck Hessen –Thüringen – Niedersachsen. Entsprechend kamen die meisten Besucher auch aus Hessen und Thüringen und hatten eine große Affinität zu unseren Themen und Geschichten. Es war beeindruckend. Manche kamen sogar am nächsten Tag nochmal wieder, weil sie immer wieder schauen mussten. Verrückt.

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich viel Zeit habe während der Ausstellungsbetreuung an den drei Tagen auch an meinen vorbereiteten Collagen zuarbeiten. Aber das hat nicht so ganz funnktioniert. Es gab zu viel zu sehen, staunen, hören und zu erzählen.








Diese Collagen bestehen diesmal nicht aus Papier, sondern aus Stoff. Darüber wurden Gemüsenetze mit Hitze aufgebracht und mit Wolle überfilzt. Jetzt wollte ich das ganze übersticken. Aber wie gesagt, ich bin nicht weit gekommen.