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Montag, 12. September 2022

Nachlese der Orient Express Ausstellung in Suderburg

Direkt nach unserem Urlaub waren wir beim Grit's Life and Friends Quiltfest in Suderburg in der Lüneburger Heide. Dort wurde die SAQA Orient Express Ausstellung zum vorerst letzten Mal in Deutschland gezeigt und ich wollte sie doch schon ganz gerne auch in live sehen und habe mich gleich auch als Aufsicht gemeldet. Das war diesmal ein recht lockerer Job, da die Veranstaltung überschaubar, aber dennoch von großer Qualität war. 

 

 

Ich habe dort wunderbare Einzelausstellungen gesehen u. a. Isabell Wiessler, Anke Pradel-Schönknecht, aber auch beeindruckende traditionelle Arbeiten von Andrea Stracke und Paula Nadelstern. oder Elfriede Grooten. Hier sind alle Ausstellungen beschrieben: https://www.quiltfest.de/kuenstlerinnen-und-ausstellungen

Tolle Menschen getroffen und einen bereichernden Austausch mit Gleichgesinnten gehabt.

Wer die SAQA Orient Express Ausstellung noch sehen möchte kann dies derzeit in Ungarn (9‒11 September 2022), Veszprem, in Belgiem, bei der Belgischen Quilters Vereniging (6‒9 October 2022).  Drei Ausstellungen sind derzeit bereits für 2023 geplant: in Frankreich, Salon amour du fil (19‒22 April 2023), in den Niederlanden Quiltfestival Noord Groningen (7‒9 Juni 2023), und in Großbritannien, Steam Museum Swindon (Juli‒August 2023). 

Eine Zusammenfassung zur Ausstellung gibt es auf der SAQA Webseite. https://www.saqa.com/art/exhibitions/orient-express-artistic-train-ride-through-europe-saqa-regional

Aber auch die Umgebung haben wir (der Mann und ich) erkundet. Als Ausgleich gab es eine Wanderung und der Mann hat die herrliche Landschaft mit dem Motorrad erkundet.





 

 

Donnerstag, 5. Mai 2022

SAQA - Ausstellung "Orient Express"

 

 



 

Upps, das war eine lange Blogpause. Es ist nicht so dass ich gar nichts mehr gemacht habe, aber irgendwie war ich nicht in der Stimmung zu bloggen, habe mich mehr auf Instagram getummelt und auch mehr Kleidung genäht anstatt mit Mixed Media gearbeitet. Bei Kleidung kann ich einer Anleitung folgen und stumpf nähen. Mein kreatives Moyo war mir etwas abhanden gekommen. 

Was ich aber gemacht habe war ein Beitrag zur SAQA Ausstellung Orient Express.

Bereits seit über einem Jahr bin ich Mitglied bei SAQA (Studio Art Quilt Associates), eine Organisation, die den ARTquilt als Kunstform fördern möchte. Es ist eine weltweite Organisation, unterteilt in verschiedene regionale Untergruppen. Ich bin Mitglied der Gruppe Europe & Middle East. Während der Lockdowns haben wir uns alle zwei Wochen via ZOOM getroffen, ausgetauscht, gemeinsame Aktionen durchgeführt und die Orient Express Ausstellung geplant. Mittlerweile treffen wir uns nur noch einmal im Monat und sind zu einer wunderbaren Gemeinschaft zusammengewachsen. Über alle Grenzen hinweg. 

Der Orient Express war ein Luxuszug, der durch ganz Europa reiste z. B. von Paris nach Istanbul. Zuerst wurde die ausstellung online auf der SAQA-Webseite gezeigt, in diesem Jahr haben wir 4 Live - Ausstellungen.

Samstag, 5. Dezember 2020

Das Element Feuer

 


 


Feuer - eines der 5 Elemente, die wir in unserer Textilkunstgruppe TexARTists als Thema des 5. Round Robins gewählt haben.

Die Lehre der vier Elemente beruht auf der Annahme, daß alles Leben seinen Ursprung in den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde hat und dass man ihnen bestimmte körperliche und charakterliche Eigenschaften zuordnen kann. (Wikipedia)

Moment mal, werden sich jetzt einige fragen. Sie hat am Anfang 5 Elemente geschrieben. Wieso 5 Elemente. In der Regel sprechen wir in unserem Kulturkreis von den 4 Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft. Dies beruht auf der Vier-Elemente-Lehre der antiken griechischen Philosophie. Der Buddhismus kennt die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Leere als fünftes Element.

Auch in China findet man eine Lehre der Fünf Elemente. Hier sind es Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt ebenso wie zwischen den einzelnen Organen innerhalb des menschlichen Organismus beschrieben.

Ja und wir sind 5 TexARTists, deshalb haben wir uns für 5 Elemente entschieden. Und das fünfte Element ist Leere/Weltall.

Ich bin ein Feuerzeichen, deshalb war für mich sorfort klar, dass ich gerne das Element Feuer bearbeiten möchte. Die 12 Sternzeichen wurden in der Antike den 4 Elementen zugeordnet.

Und hier nun meine Umsetzung des Themas. Dies ist das Anfangstücks meines Round Robins. Das geht nun auf die Reise zum nächsten Mitglied und ich warte schon auf das nächste Teil, an dem ich dann arbeiten werden. Es ist das Element Luft.

 


 


Laut der antiken Lehre steckt in jedem Menschen etwas von jedem Element, nur unterschiedlich ausgeprägt. Ich kann mich sehr gut in der Beschreibung des Feuerzeichens wiederfinden. Vor allem der Freiheitswillen ist bei mir sehr ausgeprägt und ich brauche immer wieder neue Herauforderungen. Wenn sich etwas wiederholt, verliere ich oft die Lust, Routinen sind nicht so mein Ding. "Hatte ich schon, weiter...". Fand ich sehr interessant zu lesen, da ich immer wieder dachte: Ja, stimmt, genau so empfinde ich das... Krass.

Mit Feuer verbinde ich verschiedene Eigenschaften, sowohl positiv aber auch negativ. Aber die positiven Assoziationen überwiegen. Wärme, Licht, Zerstörung, Faszination, Lagerfeuer, für etwas brennen, ausgebrannt sein.

Wir arbeiten in der Gruppe in einer Kollaboration an Round Robins zu bestimmten vorab festgelegten Themen. Die Rahmenbedingen wie Größe, Material, Sendeturnus legen wir vorab fest. Dann gehen die Arbeiten auf die Reise. Ca. 1,5 - 2 Jahre sind sie unterwegs und entwicklen sich dabei zu beeindruckenden Artquilts. Hier findest du alle Posts, in denen ich bereits über unsere Gruppe und unsere  Arbeitsweise berichtet habe. 

Hier berichte ich über eine Ausstellung zu unserem ersten Round Robin.  Hier findest du die Beschreibung unserer Arbeitsweise.   

 
Das ist unsere Herausforderung. Unsere Challenge. Die Collaboration. Wir können das Anfangsthema frei wählen, dann aber müssen wir uns immer wieder auf das Thema eines/einer anderen einlassen, auf unterschiedliche Herangehensweisen und Techniken. Aber man muss auch aushalten können, wie sich die  eigene Arbeit weiterentwickelt. 

Wir machen dies nun zum fünften Mal. Wir treffen uns mindestens einmal im Jahr, ansonnsten kommunizierten wir bis letztes Jahr per Yahoo-Gruppe, nun per Whatsapp. Wir stellen gemeinsam aus, wir diskutieren gemeinsam, arbeiten uns an den unserschiedlichen Stilen ab und kommen immer wieder zu einem Kompromis.

Ich bin gespannt, wohin uns die Reise durch die 5 Elemente  trägt.

 



Dienstag, 11. August 2020

30 Tage ArtChallenge - das BUCH

 


Endlich ist es soweit. Das Buch "30 Tage ArtChallenge" - herausgegeben von Marianne Körner - ist endlich da. Wunderschön ist es geworden. Darin zeigen 52 Künstlerinnen ihre Arbeiten, die sie im Rahmen einer 30 Tage ArtChallenge erarbeitet haben. Ja, erarbeitet. Unterstützt von Marianne Körner. Diese Untertützung habe ich als sehr wichtig empfunden.

 

Ich bin beeindruckt von den tollen Arbeiten, die entstanden sind und die Erklärungen dazu. Ich werde mich sicherlich nochmal einer ArtChallenge stellen. Ich finde es sehr spannend, sich intensiv mit einem Thema, Motiv, Technik etc. auseinanderzusetzen.

Aber am meisten berührt mich, dass es meine Arbeit in ein solches Buch geschafft hat und auch der Kommentar von Marianne dazu.

 

 

Über das 30 Tage ArtChallenge Projekt habe ich auf Insta @textilewerke unter #30tageartchallengemai2019 und hier auf dem Blog unter dem Label "artchallenge" ausführlich berichtet. Oder hier.

Das war der Ausgangsstoff. Ein Wholecloth, Siebdruck in Frühlingsfarben mit verschiedenen  selbstgestalteten Siebdruckmotiven.

 

Hier ein Zwischenstadium. Die Arbeit ist Schicht um Schicht aufgebaut. Techniken sind, Maschinen- und Handstickerei, Transferdruck, thermobehandeltes Organza, Frottage, Thermofaxdruck, Schablonendruck.

 

 Und das ist die fertige Arbeit.

Das Buch ein on demand Buch, erschienen im BoD-Verlag. (Werbung in eigener Sache, das Buch habe ich selber gekauft und bezahlt).

Ein großer Dank an Marianne für ihr Engagement.

 


Sonntag, 5. Juli 2020

Schweinereien

Jetzt kann ich es endlich lüften. Die Signatur (Monogram) habe ich ja schon letzte Woche bei den Stoffspielereien gezeigt, aber heute kann ich den ganzen Artquilt zeigen. Gestern war die Vernissage zur Ausstellung "Schweinereien" im Bistro Ringelnatz in Witzenhausen. 

Titel meines Beitrags:
" Von der Lust ein Schwein zu sein....
...
und kein Einhorn"




Die Kuratorin Kerstin Juschkat-Schafhaupt hatte die Idee, das Schwein wieder sichtbarer zu machen und vor allem die positiven Eigenschaften und die Nähe zum Menschen aufzuzeigen. 

Das Wollschwein ist auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) in der Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ aufgeführt und war 2019  die gefährdete Nutztierrasse des Jahres und ist eine der ältesten,  rein erhaltenen Schweinerassen Europas.
Ursprünglich kommt das Wollschwein aus Ungarn. Dort ist es ein nationales Kulturgut.
In 2019 entstand die Idee dem Wollschwein eine Ausstellung im Rahmen der Kulturveranstaltung Treppen Keller Hinterhöfe zu widmen. Kerstin Juschkat-Schafhaupt und Dr. Mathias Wiezorek luden Künstler*innen ein, sich mit dem Schwein auseinanderzusetzen. 
Dann wurden immer mehr Veranstaltungen abgesagt, auch TKH. Ich habe die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema erstmal an Seite gelegt.

Dann kam Ende Mai die knappe Whatsapp-Nachricht: Alles klar, die Ausstellung kann im Bistro Ringelnatz stattfinden, Vernissage am 4.7.
Upps.

Ja, und dann ging es los. Recherchieren, Skizzen wieder herauskramen, entwerfen, nähen, sticken…..

Hier der Werdegang der Arbeit:
Zuerst beschäftige ich mich mit dem Thema, lese mich ein, suche nach Symbolik, Verbindungen, Analogien etc. Dann geht es darum das geeignete Material aus dem Mixed Media Angebot zu finden bzw. die richtige Technik, um die Vision, die man vom fertigen Teil hat zu erreichen.

Ich habe mir Fotos von Schweinen angeschaut, zur Geschichte des Schweins nachgelesen, versucht, einen Bezug zu diesem Tier herzustellen. Weil, ehrlich gesagt, war das Schwein bisher weniger auf meiner Themenliste, obwohl meine Großeltern, als ich Kind war, Schweine gehalten haben und ich später auch Ökologische Landwirtschaft studiert habe.



Es entstand eine Skizze. Ich arbeite selten gegenständlich, zumindest habe ich noch nie wirklich reale Gegenstände oder Lebewesen (außer vielleicht Pflanzen) dargestellt.


Dann ging es in die Umsetzung.



Jetzt kommt die Auswahl der Garne für die Maschinenstickerei. Die Unterfadenspulen werden geladen. Ich bereite sie vorab vor und spule viele Spulen mit unterschiedlichen Farbtönen auf und wechsele tatsächlich ganz regelmäßig Ober- und Unterfaden.






So, das Schwein ist fertig. Wie soll der Hintergrund gestaltet werden? Ich habe mich für einen Stoff entschieden, den ich im letzten Jahr mit Siebdruck gestaltet habe und auf unserem Motorrad-Roadtrip ins Baltikum per Hand bestickt hatte.





Ja und jetzt hängt das Teil in der Ausstellung. Gestern war die Vernissage und ich bin ganz begeistert, welche tollen Arbeiten dort von 14 Künstler*innen gezeigt werden.



Hier ein kleiner Eindruck der Ausstellung:

Wollschwein: Mathias Wiezoreck

eierlegende Wollmilchsau, Renate Thaler

Blick in die Ausstellung, Arbeiten von Karin Rübesam und Ute Seiter-Stedeler

Blick in die Ausstellung: Arbeiten von Karin Rübesam und Dr. Christine Herbold-Ohmes
Die Ausstellung hängt noch bis Ende August im Bistro Ringelnatz in Witzenhausen und ist sicherlich einen Besuch wert.