Dienstag, 21. September 2021

Rostig geht es weiter....

Bei unserem Round Robin der Gruppe TexARTist war wieder ein Tausch fällig. Die Arbeit zum Thema Erde wurde von mir ergänzt mit einem gerosteten Stoff. Das Oberthema ist "5 vor 12" und jedes Gruppenmitglied hat ein Element. Zum Thema Erde habe ich einen gerosteten Stoff verwendet als Symbol für die Metalle und seltenen Erden im Boden. 

Der obere Stoff ist mit Nägeln und Schrauben gerostet, den unteren Stoff habe ich mit Draht gerostet. Hier  beschreibe ich alle meine Rostexperimente, auch die Drahtrostung. Die kleineren Zellstoffstückchen, die man aufgesteckt sieht sind benutzte Teebeutel. Sie passen farblich und auch von ihrer Struktur perfekt dazu.


 

Zum Ende hin habe ich den Stoff freihand gequiltet. Leider darf ich nicht mehr zeigen, es soll ja spannend bleiben und wir wollen die Arbeiten später vielleicht mal in einer richtigen Ausstellung (so mit Besuchern) zeigen. Nun ist das Teil schon wieder beim nächsten Teilnehmer und ich warte jetzt auf die Arbeit zum Thema Weltall. Bin schon sehr gespannt.

Hier habe ich bereits über die Arbeitsweise unserer Textilkunstgruppe TexARTists berichtet.





Heute verlinke ich wieder zum Mustermix, wo in diesem Monat "Rostig und Bündel"   das Thema ist. Vielen Dank an Michaela   Müllerinartstudio  und Susanne aka frau_nahtlust die Auswahl der Themen und die Organisation.

Freitag, 10. September 2021

Rost küsst Zwiebel - Teil 2

Jetzt ist schon September und der Sommer zeigt sich nochmal von seiner schönsten Seite, bevor er leise in den Herbst übergeht.

Dieser merkwürdige Sommer, der gar nicht so kreativ war bei mir wie erwartet. Es gab so viele andere Schauplätze, die meine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen haben, dass die Muße für kreative Experimente fehlten. Da war der Job, der Garten, die Flut, der Camper-Ausbau, Familie und Freunde, Krankheit, Verlust, Sommerurlaub ...... 

Aber jetzt kommt der "goldene Herbst" und mit ihm hoffentlich meine Energie zurück.

Wir haben wunderschöne Tage in Dänemark verbracht und dabei hat uns der tolle Rost- und Ecoprint-Vorhang in unserem Camper jeden Tag viel Freude bereitet. Je nach Licheinfall änderte sich das Farbenspiel, er hielt neugierige Blicke draußen und war dabei sehr dekorativ.

Hier habe ich über den ersten Teil der Rostfärbung erzählt, anschließend wurde der Stoff weiterbehandelt mit roter Zwiebel und gedämpft. Und weil es so toll geworden ist, haben wir uns entschieden, dass wir vorne auch noch einen Vorhang brauchen, der den Fahrerraum vom "Hinterzimmer" trennt.

 So sah der gerostete Stoff aus, bevor es weiterging mit dem Zwiebel Ecoprint Prozeß.

 

So schöne leuchtende Farben.


Jetzt werden die in dünne Scheiben geschnittenen Zwiebel aufgelegt. Ich habe zusätzlich Delipaper in das Sandwich eingerollt. Wenn schon, denn schon.

 


Die Rollen werden gedämpft und abkühlen lassen.


Das Auswicklen ist immer ein ganz besonderer Moment....





hier noch mal ein paar Detailfotos....



Gardine von innen mit Lichtspiel.....

gleich gehts los......

 

und hier ein Spoiler ..... 

 Meerblick




Diesen Monat ist das MIttwochmixthema "Rostig und Bündel" bei Müllerinartstudio und Frau_nahtlust. Na, das passt doch prima. Da verlinke ich dann auch gerne hin. 

Dies ist Teil eines Jahresprojektes. Meine Idee war, jeden Monat mit einer Zutat aus der Natur Färbeexperimente auf Stoff oder vielleicht auch Papier zu machen. Jeden Monat habe ich nicht geschafft, aber ich bleibe dran. Auch werde ich im nächsten Jahr weiter mit der Natur färben. Mein Garten hatte solch eine Blütenfülle, die ich aber gar nicht so nutzen konnte. Aber nächste sommer kommt bestimmt und dann geht es weiter.  Hier findest du die Experimente der Vormonate.

Ich beteilige mich an der Aktion "gemeinsam durch dieses Jahr" organisiert von Andrea. Verlinkt sind alle Teilnehmer*innenbeiträge auf dem Blog "die Zitronenfalterin". Jeden 1. eines Monats treffen wir uns dort, stellen unser Projekt vor, berichten von Fort- und Rückschritten, Erfolgen und Problemen.

Samstag, 26. Juni 2021

Stoffspielerei Nähfüße

Nähfüße ist das Thema der Stoffspielerei im Juni. Ja, ich bin ein Nähfüßefetischist. Und habe bereits eine schöne Sammlung, die auch eine angemessene Aufbewahrung hat. Deshalb habe ich mich auf dieses Thema auch schon schon so sehr gefreut. Themengeberin ist  Ines auf ihrem Blog https://naehzimmerplaudereien.com/. Dort verlinkt sie alle Teilnehmerinnen.



Ja, das Schränkchen ist gut gefüllt und viele Füßchen benutze ich tatsächlich. Manche ganz oft, andere zugegebener Maßen weniger. Aber da ich gerade die ersten zarten Versuche mache, meinen Stil zu finden, (bei EllePuls im Näh deinen Stil Club) und mich damit auch wieder ans Kleider nähen annähere, kommen auch die anderen Füßchen sicherlich bald wieder mehr zum Einsatz. (auf Insta kannst du meine Nähversuche verfolgen unter @ueba_naeht).

Derzeit arbeite ich an einem Quilt zum Thema "Orient Express" der Studio Art Quilt Association (SAQA) Abteilung Europe&Middle East, der ich unlängst beigetreten bin. Mehr dazu in einem späteren Blogpost. Den Quilt kann ich noch nicht zeigen. Einreichtermin ist der 30.6. 2021 (und ich bin schon fertig!!!!!)

Dabei kamen die Stickfüßchen und natürlich der Obertransportfuß hauptsächlich zum Einsatz.


Gerade Nähte nähe ich prinzipiell gerne mit dem durchsichtigen Rücktransport-Fuß.

Traditionelle Quilts nähe ich mit dem 1/4"-Fuß und der Obertransportfuß kommt immer zum Einsatz, wenn der Stoff gut in Form gehalten werden muss. 

 


 Ich nutze ihn hauptsächlich wenn ich das faced binding auf der Rückseite annähe.


 

Freihand Quilten und Sticken mache ich in der Regel mit dem ovalen Stickfuß.

 



Er hat einen Hüpfermechanismus ideal zum Freihandsticken Der Nähfuß drückt den Stoff mithilfe der vertikalen Feder an und verhindert dadurch ein Hochziehen des Materials mit der Nadel. Sehr komfortabel, da ich oft mehrere Schichten Stoff etc. aufbaue und dieser Fuß sehr gut damit zurechtkommt. Früher hatte ich einen Kunststoff Stickfuß. Der ist aber nach fast 15 Jahren intensiven Gebrauchs zerbrochen. (Vorher sind einige Nadeln auf ihm zerbrochen, das hat ihn wohl mürbe gemacht). Danach hatte ich mir den offenen Stickfuß zugelegt. Der ist für mich aber nicht so geeignet. Da ich diese vielen Schichten aufbaue, bleibe ich mit den offenen Kanten oft hängen. Macht für mich keinen Sinn.

Für unseren Camper habe ich einige Utensilos aus Oilskin genäht. Dabei hat mir der Fuß mit der Teflonsohle gute Dienste gleistet. Gekauft hatte ich ihn eigentlich, da ich beschichtete Baumwolle vernähen wollte. Habe ich aber noch nie gemacht. 

Und dann ist da noch der Rollfuß. Eigentlich auch für schlecht gleitende Materialien, wie Leder, Wildleder oder Kunststoff gedacht. Ich nutze ihn aber auch zum Quilten. Man kann sehr gut Kurven damit nähen und durch die strukturierte Oberfläche am Rädchen rollt der Fuß relativ leicht auch über mehrere Lagen. Vor allen Dingen hat man auch bei diesem Fuß alles schön im Blick.



 Und hier die vorgestellten Füßchen nochmal im Überblick:

Von links nach rechts: Teflonfuß, Rücktransportfuß, Rollfuß, ovaler Stickfuß, offener Stickfuß es fehlt auf dem Bild der 1/4" - Fuß. Upps.
 


 

Vielen Dank für das Thema liebe Ines. Ich habe es genutzt, meine Lieblingsfüßchen, die ich oft in Gebrauch habe vorzustellen. Andere Füßchen nutze ich gelegentlich, je nach Projekt. Einen Fuß, den ich noch nie genutzt habe, aber unbedingt haben musste, ist der Ruffler (Kräuselfuß). Aber vielleicht kommt er demnächst bei einem neuen Kleidungsstück zum Einsatz.

Hier noch mal der Link zu Nähzimmerplaudereien, wo Ines alle Beiträge sammelt und verlinkt.

 Die Stoffspielereien sind für alle offen.

Mach mit, trau dich! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Nächsten beiden Monate machen die Stoffspielereien Pause und dann geht es im September weiter mit folgenden Themen:

26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche
 



Sonntag, 20. Juni 2021

Färben mit der Natur im Mai

 

Im Mai habe ich aus gegebenem Anlass meine Färbeversuche aus der Natur mit Löwenzahn fortgesetzt. Färben im Glas/Solarfärben sollte es sein. Verschiedene Stoffe wurden mit verschiedenen Beizen behandelt. Alles schön aufgeschrieben und den Zettel dann gut weggelegt. Ja, und jetzt ist er halt weg. Da ich kein Aluminiumacetat hatte, aber unbedingt färben wollte, beizte ich mit Kupfer- und Eisensulfat. Beizen ist nötig, da sich die pflanzlichen Farbstoffe nicht direkt mit der textilen Faser verbinden können. Sie brauchen etwas zum Andocken an die Faser. Diese Aufgabe übernimmt die Beize: sie verbindet sich einerseits mit dem Textil, und auf der anderen Seite mit dem Farbstoff.

Vorgebeizte Fasern nehmen beim Färben mit Pflanzen die Farbe besser auf und sorgt für die Lichtechtheit

Die Art der Beize hat einen Einfluss auf das Farbergebnis. Zum Teil einen großen Unterschied, wie den zwischen Zitronengelb und Dunkelgrau!

Tja, und dass kann man hier sehr gut sehen. Meine genutzten Beizen haben also eher das Farbergebnis grau erzeugt.

 

Dabei fing es so schön leuchtend an. Überall blüte der Löwenzahn und verwandelte die Flächen in leuchtendes Gelb. Und nicht nur die Flächen blühten auch aus jeder Ritze quoll es. Das gab uns allen Hoffnung, dass es bald Sommer werde.

 

 



So strahlend leuchtete mein schöner Färbeinhalt zu Beginn.



 


Und so sah er nach ein paar Wochen vor dem Öffnen aus. (da hatte ich den Zettel noch)





Naja. Learning by doing. Jetzt werde ich mir ersteinmal die Beize Aluminiumacetat besorgen, vor allem, da ich gerade solch wunderschöne Pfingstrosen im Garten habe. Die möchte ich auch gerne zum Färben benutzen.


 

Da dieser Versuch Teil meines Jahresprojektes "Färben mit der Natur" ist, velinke ich zur die.Zitronenfalterin

Meine Idee ist, jeden Monat mit einer Zutat aus der Natur Färbeexperimente auf Stoff oder vielleicht auch Papier zu machen.  Bin auch gespannt, welche weiteren Möglichkeiten ich über das Jahr entdecke und austesten kann. Hier findest du die Experimente der Vormonate.
 

Ich beteilige mich an der Aktion "gemeinsam durch dieses Jahr" organisiert von Andrea. Verlinkt sind alle Teilnehmer*innenbeiträge auf dem Blog "die Zitronenfalterin". Jeden 1. eines Monats treffen wir uns dort, stellen unser Projekt vor, berichten von Fort- und Rückschritten, Erfolgen und Problemen.