Samstag, 25. Mai 2019

Stoffspielereien: Heimat


Was bedeutet Heimat? Diese Frage stellt heute Susanne (nahttlust) als Gastgeberin der Stoffspielereinen. 

Was bedeutet Heimat für mich? Die ich schon so oft umgezogen bin, auch mehrfach ins Ausland.
Wo ist Heimat, dort, wo man ursprünglich herkommt/aufgewachsen ist? dort, wo einen das Studium, die Arbeit oder sonst was hinverschlagen hat? dort, wo die Familie lebt? dort, woran man sich gerne erinnert?
Ich komme aus dem Rheinland. Aber ist das meine Heimat? Ich wohne schon 30 Jahre nicht mehr dort - länger weg als dort. Ich habe insgesamt 10 Jahre im Mittleren Osten und Südlichen Afrika gelebt. War dort meine Heimat? Meine Großeltern waren Flüchtlinge. Sie waren heimatlos. Daheim war für sie immer der Ort, von wo sie geflüchtet sind. Das hat auch mich geprägt. Ich habe früh gelernt, dass nichts garantiert ist im Leben. Ich fühle mich schnell überall wohl, kann mich gut einfügen, kann aber genauso gut  auch wieder gehen. Habe selten das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Jetzt bin ich schon 15 Jahre  am Stück am gleichen Ort - in Nordhessen. So lange wie noch nie irgendwo. Das macht mich gerade unruhig. Ich könnte mir gut vorstellen, zu packen und mal wieder ganz woanders neu zu starten. Das Thema Heimat geht schon ein bischen unter die Haut, da ich dann immer hinterfrage. Ich glaube, Heimat ist für mich gar kein Ort, sondern eher ein Gefühl. Es kann ein Geruch sein, eine Musik, oder der kölsche Dialekt. Dabei bekomme ich dann doch Heimatgefühle. Ich hatte nie Heimweh früher  --- außer zur Karnevalszeit  ---- Aber das ist schon lange vorbei. Im Ausland waren Jahreszeiten Heimat. Wenn es immer schönes Wetter hat und der Himmel immer strahlend blau ist, sehnt man sich nach dem Wechsel der Jahreszeiten.  Nachdem kuscheligen Gefühl der Vorweihnachtszeit.

Bei unserem Round Robin #2 war Heimat eines der vorgegebenen Themen. Da habe ich mich schon ein wenig schwer getan. Wie defineirt man Heimat? Wie setzt man es textiol um? Aber am Ende ist es mir doch ganz gut gelungen. In verschiedenen Panels habe ich veschiedene Bezugspunkte zu meinem Heimatgefühl dargestellt.

Dieses Panel steht für gemeinsames Weihnachten und Familienfeste. (Fototransfer)


Hier ist ein Stadtplan mit Fototransfer auf Stoff aufgebracht. Im Hintergrund sind Begriffe aufgestickt, die ich mit Heimat verbinde. z. B. auch Humor. Damit meine ich, man kann über die gleichen Dinge lachen, man wird verstanden, hat die gleiche Denke. Ganz wichtig.


Hier habe ich ein afrikanisches Dorf dargestellt und die tollen und intensiven Farben im südlichen Afrika. Dort war eine zeitlang unser Lebensmittelpunkt und für unsere Kinder ist dies Heimat.




Die Panels sind im Rahmen des 2. Round Robins unserer Textilkunstgruppe TexARTists entstanden.

Und hier geht es zum Blog Nahtlust. Dort sammelt Susanne heute alle Beiträge zum Thema Heimat. 

Danke Susanne für das spannende Thema, das immer wieder  neu zu denken anregt.


Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein - ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine
30.06.2019: "Afrika" bei made with Blümchen https://www.madewithbluemchen.at/ 
29.09.2019: „Miniatur" bei Feuerwerk bei Kaze https://feuerwerkbykaze.blogspot.com/ 
27.10.2019: "Handweben" bei Schnitt für Schnitt http://schnittfuerschnitt.de/ 
24.11.2019: (Thema noch nicht fix) bei Nähzimmerplaudereien https://naehzimmerplaudereien.com/ 
Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du bei „Siebensachen zum Selbermachen“. .

Dienstag, 21. Mai 2019

Frühlingspost -Finissage

Jetzt ist sie schon wieder vorbei, die 8-Wochen-Frühlingspost-Zeit. Jede Woche ein pastelliger Gruß im Kasten, mit viel Liebe und Kreativität gestaltete Kartensets. 113 Kleisterbegeisterte in  13 Gruppen zu je 9. WOW. Und alles logistisch organisiert und thematisch ausgedacht von Michaela  vom muellerin-art-studio und Tabea Heinicker. Ganz großes Handgeklapper euch beiden dafür. Vielen, vielen Dank!!!

Die Aufgabe war je 3 Kartensets zu erstellen und in der Woche x an die Gruppenteilnehmer*innen zu verschicken. Also insgesamt 27 Klappkarten mit Umschlägen. Aus Kleisterpapier, in Pastell.  Ja, genau. Ziemlich viel Anforderung. Neue Technik, Pastellfarbe, akkurates Arbeiten. Ohje. Hier habe ich ja schon von meinen Erfahrungen und Ergebnissen berichtet.

Und jetzt noch die Karten der zweiten Hälfte, die mir ins Haus geflattert sind:

Von Elisabeth @phelinaee
Das Auspacken war schon ein Erlebnis, so schön hatte sie alles verpackt. 


Dann kam die wunderbare Post der wunderbaren Michaela @muellerin_art. Mit Adressstickern und einem selbst gestalteten Blöckchen.


 Hier sieht man sehr schön, wie sie mal mit dem positiven, mal mit dem negativen Motiv spielt. Toll.




Und zum krönenden Abschluss kam dann nochmal wundervolle Post von der wundervollen Christine buntpapierfabrik


Diese Karte mit den feinen Bubbles gefällt mir besonnders gut.



Ach es war so schön mit euch allen von Gruppe 8. Heidi, Christel (beide ohne Blog und Insta),  Magdalena von farbmagie, Anette von pinksonly,  @katharinakucharek, @phelinaee, muellerin_art und buntpapierfabrik

Ja und hier geht's zu allen Pösten auf Blogs und auf Instagram




Jetzt bin ich auf das Thema der Sommerpost gespannt.

Samstag, 11. Mai 2019

Frühlingspost 2019 - Wie ich's gemacht habe

Bei der von Michaela (Müllerinart) und Tabea initiierten Frühlingspost 2019 war ich als Teilnehmerin der Gruppe 8 in der vorletzten Woche dran. Viel Zeit, sich ordentlich auszuprobieren. Und das habe ich auch ausgiebig gemacht. In den vorherigen Posts habe ich schon berichtet, wie ich mich Stück für Stück den Kleisterpapieren angenähert habe. Hier und hier kannst du es nachlesen. Jetzt haben hoffentlich alle ihre Post erhalten und ich kann zeigen, wie ich's gemacht habe  und was dabei heraus gekommen ist.

Nach einigen Testläufen mit selbstgekochtem Kleister habe ich mich dann doch für Kaufkleister entschieden. Diesen habe ich mit Acrylfarbe gemischt und mich dabei an Pasteltöne herangetastet.

Auch mit verschiedenen Papieren habe ich experimentiert. Am besten hat mir das festere Papier gefallen.  Aber die dünneren haben am Ende auch gut ausgeschaut, nach kräftigem  Pressen und Bügeln.




Die verschiedenen Strukturen sind duch ganz unterschiedliche Werkzeuge und Verfahren entstanden.
Kundenkarten, Eiskratzer, Lineal, Stift, Stempel und Kämme kamen zum Einsatz. Nichts im Haus war sicher vor mir.

Sogar einen Läusekamm habe ich mir gekauft. Die nette Apothekerin hat mich sogar fachfrauisch beraten, nachdem ich ihr erzählt hatte, wofür ich diesen Kamm brauche.
Das Ergebnis mit dem Läusekamm fand ich besonders gelungen.



Die unterschiedlichen Strukturen und Farbgebungen entstanden durch mehrstufiges Bearbeiten in verschiedenen Schichten bzw. Farbaufträgen.

Auch Frottage habe ich ausprobiert. Dabei sind sehr schöne Muster und Strukturen entstanden.



 Diese Struktur kommt durch einen Abklatsch. Auch nicht schlecht.


Ganz zum Schluss bekamen die fertigen Karten noch einen Wachsauftrag. Dafür habe ich feste mit einer Kerze auf den Papieren gerieben. EASY. Aber ein toller Effekt, da die Karten und Umschläge dadurch eine besonders schöne Griffigkeit  und einen schönen Glanz bekommen.











 Kleinformat







Schön zu Päckchen verpackte Sets aus je drei Karten mit passenden Umschlägen ging es auf die Reise. Als Zugabe bekam jede Empfängerin noch Tags, mit laminierten Buchstaben  auf Kleisterpapieren verziert.




Auch  die Umschläge  wurden entsprechend gestaltet und mit einem extra geschnitzten ug -Stempel bedacht.



Gute Reise. Mögen die Karten viele Empfänger*innen erfreuen und viele Brieffreundschaften bereichern.




Mir hat diese Postkunstaktion  wieder sehr viel Spaß gemacht. Aber ich war auch sehr froh, dass ich erst sehr spät schicken musste. Das Projekt war für mich sehr aufwenig, da ich kein richtiges Papierwerkzeug habe, wie Schneidemaschine, Presse, etc.,und  mich auch erst mit der Technik vertraut machen musste. Aber es hat sich voll gelohnt. Ich habe so viel gelernt. Viele nette Menschen kennengelernt, wenn auch nur virtuell, aber immerhin.

Ein großer Dank auch an meine Gruppe 8. Was habe ich für tolle Karten bekommen.Jetzt kommt noch einmal Post  nächste Woche, und dann ist es auch schon wieder vorbei.
Vielen Dank an Michaela und Tabea. Ich bin schon gespannt auf die Sommerpostaktion.

Ich habe noch viel Papier übrig und somit viel Material für weitere Karten und Umschläge sowie Collagenmaterial.

Und hier geht es zur Linksammlung der Post-Kunstwerke.


Sonntag, 28. April 2019

Von Blüte zu Blüte und Papierannäherung

Der Kurzurlaub in Südfrankreich ist beendet. Zwischendurch noch den Sohn besucht und die rosa ???!!! Kirschblüte bestaunt und dann hat einen der Alltag auch schnell zurück. Wie schön, wenn dieser durch  tolle Frühlingspost verschönert wird, die schon zu Hause wartet.

Die Kirschblüte in Bonn hat mich ja sehr erstaunt. Wir waren dort zufällig, da wir den Sohn verabschieden wollten, der sich für einen längeren Afrikaaufenthalt vorbereitet. In einer traditionellen Kirschanbauregion wohnend, waren Kirschblüten bisher für mich weiß. Aber in Bonn sind sie rosa. Und es kommen Menschen aus aller Welt, um sie zu bestaunen. Sogar aus JAPAN????!!!!

VERRÜCKT



 Aber das ist eine perfekte Überleitung zu den wunderschönen Karten von Katharina (@KatharinaKucharek), die bei der Rückkehr zu Hause im Briefkarten warteten. Ein Traum in rosa....





und von Elisabeth (@phelinaee). Beide auf Insta zufinden. Beide haben ihre Karten liebevoll verpackt und mit kleinen Beigaben bereichert.

Vielen Dank dafür!!!!

Das hat mich natürlich angespornt, mit meinen Karten endlich in die Pötte zu kommen. Ich habe ja sehr viel Zeit gehabt, da ich erst als vorletzte in der Liste stehe. Diese Zeit habe ich auch sehr ausgenutzt, da ich mich wirklich erstmal mit dem Werkstoff Papier und dann auch mit der Kleistertechnik anfreunden musste.

Im März habe ich mit zwei lieben Freundinnen einen Buchbindekurs bei Beate Rudloff besucht. Das war der Knaller. Beate ist Buchbindemeisterin und der Rechte Winkel ist ihr bester Freund. Ohje. Mit diesem hatte ich schon seit früher Kindheit und so meine Schwierigkeiten. Aber in der netten Atmosphäre und unter Anleitung von der Fachfrau sind doch drei wunderschöne Werkstücke entstanden, auf die ich sehr stolz bin. Eine Klappschachtel, ein gebundenes Buch mit Bändchen und ein Leporello.

Dafür wurde geschnitten, geklebt, und GEPRESST was das Zeug hielt.










Danach habe ich mich dann an meine Kleisterstudien herangetraut. Mehl gekocht, verdünnt, viel gerührt. Farbe rein. Pastell natürlich und verschiedene Instrumente ausprobiert.




Beate hatte mir Tipps zu Konsistenz, zur Papierauswahl und Bearbeitung gegeben. Aber letztendlich musste ich meine eigenen Erfahrugen machen. Und es ist mir zu Beginn doch schwer gefallen. Wie viel Farbe? Welche Konsistenz? Wie reagiert die Masse? Am Ende habe ich mich für ganz gewöhnlichen Kleister entschieden und ihn nach Lust und Laune eingefärbt und dann einfach ausprobiert. Schließlich hat es soviel Spaß gemacht, dass ich viel zuviel Papier produziert habe. Ich kann noch ganz lange Umschläge falten und Karten kleben. Aber was herausgekkommen ist, welche Farbkombinationen und Formate kann ich erst nächste Woche zeigen, wenn alle Briefe ihre Empfängerin erreicht haben.



Aber jetzt schon mal ein dickes DANKESCHÖN an Michaela und Tabea für die Idee und die Organisation der #Frühlingspost2019. Unter diesem Link auf der Frühlingspostliste findest du noch mehr Beiträge der vielen Teilnehmer_innen.










Donnerstag, 11. April 2019

Postfreuden - Halbzeit

Es ist Frühling und somit auch wieder Frühlingspost-Aktion.
Ich bin in Gruppe 8. Die Aufgabenstellung, die sich die beiden Initiatorinnen Michaela (MuellerinArt)  und Tabea ausgedacht haben lautet diesmal:
Briefsets in Kleisterpapier herstellen zur Förderung von Brieffreundschaften.
Je Gruppe hat es 9 Teilnehmerinnen und jede beschenkt jede mit 3 Kartensets, Klappkarte plus Umschlag. Diese Woche ist fast Halbzeit. Vier wunderschöne Kartensets haben mich schon erreicht.

Nr. 1 von Heidi Stevens (ohne Blog)





Nr. 2 von Christel Borck (ohne Blog)


Nr. 3 von Magdalena Bergmann von Farbmagie



Nr. 4 von Anette Betyna von pinksonly



Vielen Dank euch vieren, es ist immer wahnsinnig spannend wenn so schöne Post im Kasten liegt und man sie vorsichtig aufmacht, auspackt und dann nur noch staunt.

Ich bin dieses Mal als vorletzte auf der Liste. Das passt mir ganz gut, da ich mich erstmal mit der Kleistertechnik anfreunden musste und dann , als es endlich Klick gemacht hat, kaum noch zu stoppen war. Jetzt sitze ich abends und schneide und falte und überlege was zusammenpasst und wie ich es kombinieren könnte. 


Und hier auf dem Post-Kunst-Werk-Blog findest du die Links von anderen Postkünstlerinnen und kannst mitverfolgen, welche tollen Kleisterkarten wie entstanden sind. Obwohl diesmal mehr Karten auf Instagram gezeigt werden. #frühlingspost2019 als auf den Blogs.