Sonntag, 26. Januar 2020

Textiler Schmuck - Stoffspielereien im Januar

Textiler Schmuck - Das ist das erste Thema der Stoffspielereien im neuen Jahr. Bei Siebensachen werden alle Beiträge gesammelt.

Als ich das Thema gelesen habe war ich sofort begeistert und hatte 1000 Ideen im Kopf. Umgesetzt habe ich dann zwei.

Eine Kette aus Filzresten und selbstgedrehte Perlen aus Mixed media Material.





Für die Kette werden Filzreste auf einen Kunststofffaden gefädelt und dann mit Luftmaschen zu einer Kette gehäkelt.

 
Eigentlich sehr simpel, aber der Effekt ist toll. Diese Kette peppt jedes simple T-shirt auf oder setzt einen tollen Akzent auf dem "Kleinen Schwarzen.
 


Besonders gerne habe ich die Perlen aus Mixed Media Materialien.



Hierfür drehe ich Stoff, Materialien mit schmelzenden Eigenschaften, wie Kunstfilz, Angelina®, Gemüsenetz,  Engelshaar etc. auf einen Schaschlikstab und bearbeite mit einem heißen Lötkolben. Das macht man am Besten draußen oder bei offenem Fenster. Also besser im Sommer. 😜

Wenn ich mit dem Lötkolben oder Heißluftfön arbeiete, lege ich immer eine Glasplatte unter.
Sicher ist sicher.




Die Stoffspielereien

Hier kannst du schauen, was die anderen Stoffspielerinnen heute zum Thema "Textiler Schmuck" zeigen. Bei bei Siebensachen-zum-Selbermachen. Vielen Dank für da spannende und vielseitige Thema.


Bist du auch eine Stoffspielerin????
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:
23.02.2020: „XXL“ bei bimbambuki
29.03.2020: „Draht und Stoff“ bei Nahtlust
26.04.2020: „Visible Mending“ bei 123-Nadelei
31.05.2020: „Blumen“ bei Petersilie & Co
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen
Sommerpause
27.09.2020: „Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien

Montag, 13. Januar 2020

Ins neue Jahr gerutscht - ein gelbes vielleicht????

Huch, jetzt sind wir schon mitten im Januar angekommen. Die Zeit fliegt. Ich habe gerade eine ZwischendenJahrendurchhängrumlümmelzeitphasehinter mir. Habe mich zum Jahresende noch kurzer hand bei Frau Crafteln zu einem Schnittanpassungskurs angemeldet und letzte Woche bei Onlinekonferenz "Patchworkfragen" bei Uta Hanson reingehört und dabei tatsächlich bei Marianne Körner einen Zugang für ein ganzes Jahr gewonnen. Ach ich Glückspilz!!!! So kann das neue Jahr weitergehen. Es ist schon mal gut gestartet. Eigentlich war ich wenig kreativ. Habe viel gelesen, gelümmelt, hatte Besuch, war zu Besuch und habe mich mit lieben Freunden und Familie getroffen, gut gegessen und Spaß gehabt. Was will frau mehr. Jetzt ist der Alltag wieder da und die Kraft und die Kreativität aber auch. Herrlich!!!! Deshalb habe ich auch gleich neue Projekte gestartet:
Ich möchte gerne an zwei Ausschreibungen teilnehmen und mich an einer Ausstellung  bewerben. Dafür müssen aber alle Arbeiten noch gemacht werden......(hüstel)
Dann muss der Round Robin Nr. 4 fertig werden. Da steht auch vielleicht eine Ausstellung an.
Ja, und Schnittanpassung will ich lernen, damit ich mir endlich passende Kleidung nähen kann. Vielleicht aus meinen selbstgestalteten Stoffen???? Wer weiß.

Und dann habe ich noch ein persönliches Projekt gestartet.

GELB

Ja, gelb. Das war eine der NoGo-Farben für mich bisher. Keine Ahnung warum, aber gelb fand ich immer doof. Kotzgelb, Gelb vor Neid. Eine aggressive Farbe.

Und dann habe ich im letzen Jahr an der 30-Tage-ART-Challenge von Marianne Körner teilgenommen. Mein Thema war "Frühlingsstrukturen".  Die Challenge war im März oder so. Fertiggestellt habe ich die Arbeit aber erst im Spätsommer. Und da ich sehr viel draußen bin, ist mir aufgefallen wie sich im Laufe des Jahres die Farbe GELB in der Natür verändert. Und egal wie sie aussieht, dieses Naturgelb ist eine wunderschöne Farbe und sie ist mir sehr sympatisch geworden.  Also werde ich sie übers Jahr beobachten, sie wird mich begleiten. Ich habe mir ein Skizzenheft angelegt (leider immer noch kein selbstgestaltetes, kommt aber sicherlich auch noch). Und vielleicht werden einige Beobachtungen auch textil umgesetzt. Ich bin sehr gespannt, wie es sich entwickelt. Jetzt im Januar findet man gelb leuchtende Bäume und Äste, dies kommt meist von Flechten.



Flechten sind symbiotische Lebensgemeinschaften zwischen einem oder mehreren Pilzen, den so genannten Mykobionten, und einem oder mehreren Photosynthese betreibenden Partnern. Dies  sind in der Regel Grünalgen oder Cyanobakterien.
Diese Lebensgemeinschaft wird durch ungünstige Umweltbedingungen, in denen sich keiner alleine ernähren könnte (sog. Hunger-Symbiose) gefördert. Spannend. Und gerade sehe ich überall Flechten, sammle Äste und schaue genauer hin. Sie gefallen mir sehr gut und ich kann mir vorstellen, diese textil umzusetzen.

Hier habe ich auch schon so ein wenig über Gelb philosopiert. Vielleicht ist hier die Idee zu meinem Jahresprojekt entstanden????

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes, gesundes, kreatives, aufregendes, herausforderndes und vor allem ein glückliches Jahr 2020.


Donnerstag, 12. Dezember 2019

Adventsmail 2019 - making of



In diesem Jahr nehme ich wieder an der Adventspost teil von Michaela (Müllerinart) und Tabea Heiniker. Überzeugt hat mich die Aussicht auf viele leckere Rezepte auf schön gestalteten Karten. Dabei koche ich gar nicht mehr und backe nur ab und zu mal. Aber ich esse gerne. Und zur Adventzeit gehört das alles zum Gesamtpaket. Obwohl Papiergestaltung nicht zu meinen Stärken gehört und Schönschreiben schon gar nicht. EGAL. Da musste ich dann durch.


Als ich den Tag erfahren habe, wann meine Karten bei den Empfängerinnen sein sollten, war ganz schnell klar, es gibt ein Weihnachtscocktail-Rezept zum Anstoßen, da es dann etwas zu feiern gibt.

Sofort habe ich die Karten aus Pappkartons recycelt, mit Matte Medium und Acryfarbe eingefärbt und dann mit Rosmarin und Zirtronenscheiben bedruckt.



Die andere Seite der Karte besteht aus Kraftpapier, das mit Gellidruck gestaltet wurde.










Hier hat die Enzyklopädie nochmal einen richtig großen Auftritt. Dadurch, dass ich nur eine Seite beklebt habe, war ordentlich Zug und die Karten wölbten sich ganz schön.



Irgendwann kam auf Insta eine Portodiskussion auf. Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass Postkarten auch nur eine bestimmte Dicke haben dürfen. Egal. Meine sind fett dick und es war günstiger, sie in einem Umschlag mit Aufschlag zu versenden anstatt als dicke Karte. Also ging es nochmal an die Umschlaggestaltung. Sei's drum. Und ich hoffe, die Karten haben alle Empfängerinnen ohne nennenswertes Strafporto erreicht.




Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und jetzt freue ich mich täglich an den Karten, die bei mir eintrudeln.

Hier schon die der ersten Woche:


Von @Philinae (1), (3) Ulrike
(2) Daniela @westnaht @schnipselsteffi (8)
(6) @puppenmännchen (4) @grischarte

Und viele weitere Rezeptkarten der vielen weiteren Teilnehmer*innen kann man auf dem Post-kunst-werk-blog anschauen. Hier ist auch das Prinzip erklärt und wie alles funktionniert. Insgesamt nehmen 168 Teilnehmer*innen teil und am Ende verschicken sie je 23 Karten, das sind 3864 Stück. Leider sind noch nciht sehr viele verlinkt und auch nur wenige beschreiben ihre Ideenfindung und ihren Gestaltungsprozeß.

Donnerstag, 28. November 2019

Round Robin Nr 4 und weiter geht's zur Adventspost

Diesmal hatte ich zwei Round Robin Arbeiten der Gruppe TexARTists zur weiteren Gestaltung bei mir.  GRÜN und ORANGE.

Das orange Teil enthält den von mir gestalteten blauen Komplementärstreifen. Hier schreibe ich darüber.


Deshalb war mein Plan, die Oberfläche in der gleichen Technik - nun in Organgetönen zu bearbeiten. Aber irgendwie kam es anders. Die von den Vorgänger*innen vorgegebenen Muster waren sehr organisch, sodass ich auch zu einem anderen Schwung im Handgelenk angeregt wurde.



Aber das Ergebnis hat mich noch nicht so überzeugt. Also wurde die Oberfläche  mittels einem manipulierten Zwiebelnetz und Stickereien mit selbstgefärbtem Schafwollgarn weiter bearbeitet.



Auf das grüne Teil habe ich mittels einer Unterlage und Wachskreiden ein Muster schraffiert, das nun weiter bearbeitet werden kann.




Ich weiß gar nicht mehr wo das Metallteil her ist. Irgendein Stück, das jemand wegwerfen wollte. Aber es hat mir schon viele tolle Muster beschert.

Da wir im Vorfeld vereinbart hatten, dass alle Teile mit einem Bügelvließ hinterlegt werden sollen, ging das Schraffieren etwas schwierig. Aber nach einer Trocknungsphase und anschließendem Bügeln ist das Muster doch ganz schön herausgekommen.

Mittlerweile sind sie zur nächsten Bearbeiterin unterwegs und ich freue mich jetzt auf die Adventspostaktion 2019. Die erste Karte ist schon da. Und so eine schöne. Wird aber erst nach dem 1. Dezember gezeigt.

Ich bin erst am 10. Dezember dran. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.


Auf dem Post-Kunst-Werk Blog von Michaela Müller (Müllerinart) und Tabea Heiniker gibt es mehr dazu zu erfahren.

Gestern bin ich doch aus Versehen schon in einen Weihnachtsmerkt geraten. Da hatte ich noch gar nicht mit gerechnet. Der erste Advent ist doch erst am Sonntag. Aber schön war's trotzdem.



Ich wünsche euch allen einen schönen Start in den Advent.

Samstag, 23. November 2019

Stoffspielerei Foundation Paper Piecing

Heute nehme ich endlich mal wieder an den Stoffspielereien teil. Gastgeberin ist Ines von Nähzimmerplaudereien. Sie sammelt heute die Beiträge zum Thema "Nähen auf Papier" oder "foundation paper piecing" FPP.

Zum ersten Mal mit dieser Methode in Berührung gekommen bin ich vor fast 20 Jahren in Südafrika, als ich einen Kurs belegt hatte, bei dem es um Miniaturquilts ging. Das sind Quilts, die auf dem Foto wie ein "richtiger" Quilt aussehen, aber in Wirklichkeit nur ganz klein sind. Ca. A4-Größe i.d. R. Dazu gibt es auch eine  Kategorie, falls man solch einen Miniaturquilt bei einem Wettbewerb einreichen möchte mit klaren Regeln, z. B. für das Gesamtmaß (24") und die Größe der einzelnen Blöcke (z. B. nicht größer als 4"). Ein anderer Hinweis ist 1/12 der originären Blockgröße. Das kann natürlich echt fiddelig werden, deshalb hat sich hier die FPP bewährt.

Außerdem wird diese Technik gerne angewendet, wenn große Genauigkeit gefragt ist oder gleichmäßige Ergebnisse, z. B. beim Muster "New York Beauty", das ich liebe, aber noch auf meiner Löffelliste habe oder die spikey trees der  neuseeländischen Pflanzenwelt in den Arbeiten von Claire Smith.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und endlich neue Kissenbezüge mit Weihnachtsmotiven genäht. Das hatte ich mir jedes Jahr aufs Neue vorgenommen, aber bisher nie umgesetzt, da Weihnachten immer so plötzlich kam. Danke liebe Ines für das Thema. Es hat Spaß gemacht und die gut abgelagerten Stoffe haben sich gefreut, endlich genutzt zu werden.



Dafür habe ich erstmal in meinem Anleitungsfundus gestöbert und dieses Motiv gefunden Job's Trouble Quilt Blog.



Bei der FPP wird das Design auf Transparentpapier oder aufbügelbares Vlies gezeichnet. Genäht wird auf der Rückseite. Das Papier muss nachher entfernt werden. Die Nadel ist anschließend auch fertig.😀

Vorlage

Stoff 1 und 2 links auf links

Hinten



Alle 4 Blöcke zusammengenäht.

Fertiges Kissen. Und upps, wer findet den Fehler???

Hier berichte ich von einem neueren Quilt, den ich in der FPP-Methode für meine Tochter genäht habe. 

Und hier mein Erstlingswerk. 20 Jahre alt. Sogar die Anleitung und Vorlagen habe ich noch im Ordner gefunden.


A4-Größe


Papiervorlage

Die Stoffspielereien
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:
26.01.2020: „Textiler Schmuck“ bei Siebensachen
23.02.2020: „XXL“ bei bimbambuki
29.03.2020: „Draht und Stoff“ bei Nahtlust
26.04.2020: „Visible Mending“ bei 123-Nadelei
31.05.2020: „Blumen“ bei Petersilie & Co
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen
Sommerpause
27.09.2020: „Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien

Dienstag, 19. November 2019

Rostzeit - Papier rosten

Die Ausstellung Grenzen ist erfolgreich zu Ende gegangen, das Semester ist gut gestartet und nun beginnt die dunkle Jahreszeit und ich plane sie auch zur ruhigen Jahreszeit zu machen.

Ausstellung Grenzen


Zwischendurch habe ich auf Papier gerostet und altes Leinen gefärbt. Eine Beteiligung an einer Ausschreibung sowie die Teilnahme an der Adventspost 2019 sind die schönen Aktivitäten, denen ich jetzt zum Jahresende noch entgegen schaue.



Über die Jahre habe ich viele rostige Gegenstände gesammelt, vor dem Müll auf der Baustelle gerettet, beim Spaziergang gesammelt oder aus der Asche gelesen.




Ich mag die Marks, die der Rost auf Stoff hinterlässt, aber ich habe noch nie auf Papier gerostet. Das wollte ich unbedingt ausprobieren.

Dazu wurden alle rostigen Gegenstände schichtweise mit Delipaper, Zeitungspapier, Druckerpapier geschichtet. Jede Schicht bekam eine ordentliche Dusche mit Essig/Wasser-Gemisch. Dann habe ich alles zum Trocknen liegenlassen und nach 2 Wochen mit Spannung wieder ausgepackt. 





Dienstag, 15. Oktober 2019

Übergangszeit - Transformation

Ohje, hier tanzt gerade der Bär und ich habe heute gesehen, dass es fast 4 Wochen her ist, dass ich den letzten Blogbeitrag geschrieben habe. Dabei ist soviel passiert, über das es sich zu erzählen lohnt.


Wer mir auf Instagram folgt, kann dennoch teilhaben an meinen Aktivitäten. Dort zeige ich regelmäßig, woran ich gerade arbeite, was gerade aktuell ist. Derzeit habe ich eine Arbeit in einer ganz spannenden Ausstellung zum Thema "Grenzen" im Seelenhaus 2.0 in Eschwege.
Wir leben hier am Grünen Band, der ehemaligen Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland. Vor 30 Jahren fiel die Mauer und wir sind hier recht gut zusammengewachsen. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es diese Ausstellung in einem Leerstandgebäude, das für dieses Projekt angemietet wurde, mitten in der Stadt. 50 Künster*innen stellen Arbeiten zum Thema "Grenzen" aus.  Dabei geht es nicht nur um die innerdeutsche Grenze, sondern Grenzen allgemein. Zusehen sind Malerei, Grafiken, Aktionskunst, Installationen, Textilkunst, ..... Es gibt begleitende Workshops, Führungen, Filmvorführungen, Konzerte....you name it. Die Ausstellung läuft noch bis zum 9. November 2019.

Ich bin an einem Frauenprojekt beteiligt. Dabei gestalteten wir Frauen Stoffstreifen, die in einem Raum, den man durchwandern kann hängen. Die Stoffbahnen symbolisieren auf der einen Seite das Weiche, Durchlässige, Grenzerfahrung nach dem weiblichen Prinzip. Die von mir gestaltete Stoffbahn ist eine Paperlamination.  Polyorganza, das ich mit einer Schablone bedruckt habe und auf die ich mittels einem Transfermedium Zeitungsausschnitte aufgebracht habe. Leider habe ich kein Foto von dem Raum mit der Installation. Mal sehen. Vielleicht klappt es ja noch. Hier kann man es kurz in einem Youtube-Beitrag von der Vernissage sehen.



Außerdem  bin ich mit einer ganz kleinen Arbeit  dabei. "Freiheit für Palästina". Die ist 20x20 cm groß und 2012 entstanden für die Ausschreibung von Gudrun Heinz "Freiheit-Freedom-Liberté". Aber sie ist immer noch aktuell. Als ich 2011 nach 19  Jahren wieder nach Israel und Palästina kam, nachdem wir von 1987-1990 dort gelebt und gearbeitet hatten und 1992 nochmal 3 Monate dort verbracht hatten, war die Mauer dort ein absolutes Schockerlebnis für mich. Die Situation der Palästinenser hatte sich derart verschlimmert, das war für mich kaum auszuhalten. Anschließend entstand die Arbeit und als ich die Ausschreibung zum Thema Grenzen gelesen hatte, musste ich damit daran teilnehmen. Was auf der Westbank abgeht ist ungeheuerlich und in unserer Berichterstattung findet das praktisch nicht statt.

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Ende August war Abgabetermin für den Round Robin Beitrag "GELB" meiner Textilkunstgruppe "TexARTists". Hier mehr dazu. Mit der Farbe gelb fremdele ich ja normalerweise sehr. Aber in diesem Jahr hat mich die Farbe doch sehr begleitet. Von dem zarten Frühlingsgelb - verarbeitet in der ARTchallenge, zum Round Robin "GELB" bis nun in den Herbst das satte dicke GELB. Wir sind uns doch näher gekommen.....Im RR habe ich wieder viel mit hitzebehandeltem Organza und Angelina (na, wer kennt das noch???) gearbeitet, dass dann weiter mit Garn und verschiedenen Perlen bestickt wurde. Leider sind die Fotos nichts geworden und jetzt ist das Teil schon weg...



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Dann gab es einen weiteren spannenden Abgabetermin. Ich habe im Mai an einer 30-Tage -ART-Challenge begleitet von Marianne Körner teilgenommen. Das war eine spannende Erfahrung für mich. Es ging darum, einen bestimmten selbst gesetzten Zeitraum täglich Zeit für Kunst zu machen und dann mind. 10-15 Minuten kreativ zu arbeiten. Ich hatte mir das Thema "Frühlingsstrukturen" ausgesucht. Hier habe ich das Projekt schon einmal beschrieben.





Ich hatte das Teil nicht im Mai fertig bekommen und habe mir dann nach dem Urlaub nochmal einen festen Zeitrahmen gesteckt und mich dann täglich daran gesetzt. Zwischendurch hatte ich einen Hänger. Irgendwie fehlte der Kick, das Stück hat mich nicht richtig angesprochen. Es hatte unehimlich viele Details, aber es fehlte die Klammer oder ein Singer.


Etwas was die ganze Arbeit zusammenhällt, oder einen Hingucker. Da ich einen Zeitrahmen hatte und auch einen Abgeabetermin für das buchprojekt, konnte ich das Teil aber leider nicht einfach hängen lassen und warten, bis es zu mir spricht, wie es weiter gehen soll. Das tue ich nämlich sonst in so einem Fall. Ich habe mich nochmal intensiv mit den Designprinzipien auseinandergesetzt. Das gute Stück fotografiert und dann versucht an den Fotos zu arbeiten. Da es ja ein Wholecloth ART Quilt ist, hatte ich doch Angst, es u. U. zu ruinieren. Zwischendurch hatte ich Besuch von lieben Textilkünstlern, die mich zu LaWerra besucht haben (davon erzähle ich später). Wir haben gemeinsam verschiedene Möglichkeiten diskutiert. Obwohl wir zu keiner zufriedenstellenden Lösuing kamen fand ich es echt toll, mit echten Menschen, die sich auch nicht in meinem Metier auskennen direkt zu sprechen.  So schön es ist, dass wir über Insta, Blogs etc. uns austauschen können, es geht ncihts über das direkte Gespräch. mein Anliegen wäre schwierig gewesen online zu diskutieren. Nach LaWerra habe ich dann mutig in die Arbeit hineingenäht und bin absolut glücklich mit dem Ergebnis. Dies wird nun in einem Buch über Künstlerinnen von Marianne Körner veröffentlicht werden. Bin schon sehr gespannt. Wahrscheinlich erscheint es Anfang 2020.

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LaWerra. Ja sie fand zum 9. Mal statt ---- und zum letzten Mal. Wir drei Organisatorinnen haben beschlossen, dass es Zeit ist aufzuhören. Es war wieder ein toller Erfolg. Beeindrucke  und sehr sehenswerte Arbeiten. Viele Besucher*innen, Kabarett vom Feinsten mit Romy Hildebrand. Aber man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Immernoch fühlt sich unsere Entscheidung  gut an. Ich habe selber gar nicht ausgestellt dieses Mal. Es war einfach zu viel los.

Ich brauche mehr Zeit für mich, mehr Zeit zum Experimentieren, zum Ausprobieren. Die will ich mir jetzt nehmen und muss dafür andere Projekte zurückfahren. Auch Kurse habe ich vorerst gestrichen. Ich habe im letzten Jahr soviele tolle Kurse besucht, so nette Menschen kennengelernt und Kontakte geknüpft, komme aber gar nicht dazu, das Gelernte anzuwenden, auszuprobieren und zu vertiefen oder gar die Kontakte zu pflegen. Die Zeit rauscht einfach nur so an mir vorbei gerade. Sogar die Stoffspielereien Ende September habe ich verpasst. Wie schade. Hier bei KaZe kann man sehen, was die anderen tollen Frauen so zum Thema Miniatur gemacht haben.

Dieser Bericht umfasst den Monat September bis in den Oktober. Den Übergang von Sommer zu Herbst. Begonnen mit sehr heissen Temperaturen -- dann wurde es ugemütlich kalt, wir kamen nahe dem Gefrierpunkt -- und jetzt sind  wir im goldenen Herbst angekommen mit seinen wunderbarben Farben, seinen warmen Nachmittagssonnenstrahlen. Nun ruft noch der Garten. Ich freue mich, ihn ihn seine Winterruhe zu begleiten. Ich liebe diese Jahreszeit.....