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Samstag, 30. Oktober 2021

Stoffspielereien: Punkte und Kreise

Upps, da sind wir schon am letzten Sonntag im Monat angekommen und wieder ein Monat vorbei seit meinem letzten Post und wir sind schon wieder bei den monatlichen Stoffspielereien.

Der Oktober ist bei mir immer ein sehr arbeitsintensiver Monat und da tritt dann meist alles Private und Kreative in den Hintergrund. 

 

Das passt zum Thema Punkte und Kreise. Wenn man gerade in so einer beruflichen Tretmühle steckt, hinterfragt man sich - oder zumindest ich habe diesen Monat hinterfragt, was mache ich hier eigentlich? Um welche Themen kreist mein Leben? Was ist mir wichtig? Was will ich? Was will ich eigentich nicht, oder nicht mehr? Wie bringe ich das auf den Punkt? Ich habe es für mich diesen Monat auf den Punkt gebracht und habe jetzt wieder eine Vision oder eher eine Persektive für mich. 

Ich arbeite gerne mit Mindmaps, versuche Zusammenhänge und Strukturen herauszuarbeiten und Gemeinsamkeiten und Lösungen zu erarbeiten. Dies habe ich diesmal textil umgesetzt. Dabei ist folgende Collage entstanden. Sie stellt meine Themen und ihre Wichtung ins Verhältnis. Dadurch wurde mir tatsächlich einiges klarer. Sie hängt jetzt in meinem Arbeitszimmer und soll mich unterstützen die Kreise in meinem Leben auf den Punkt zu bringen und die Perspektive im Auge zu behalten. 

Weitere Umsetzungen des Themas Punkte und Kreise gibt es heute bei Schnitt-für-Schnitt zu sehen.

Liebe Christiane: Danke für das Thema, das mich wirklich einen Schritt weiter gebracht hat.

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Die Stoffspielereien
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Der nächste Termin in diesem Jahr ist am:
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche

Samstag, 5. Dezember 2020

Das Element Feuer

 


 


Feuer - eines der 5 Elemente, die wir in unserer Textilkunstgruppe TexARTists als Thema des 5. Round Robins gewählt haben.

Die Lehre der vier Elemente beruht auf der Annahme, daß alles Leben seinen Ursprung in den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde hat und dass man ihnen bestimmte körperliche und charakterliche Eigenschaften zuordnen kann. (Wikipedia)

Moment mal, werden sich jetzt einige fragen. Sie hat am Anfang 5 Elemente geschrieben. Wieso 5 Elemente. In der Regel sprechen wir in unserem Kulturkreis von den 4 Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft. Dies beruht auf der Vier-Elemente-Lehre der antiken griechischen Philosophie. Der Buddhismus kennt die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Leere als fünftes Element.

Auch in China findet man eine Lehre der Fünf Elemente. Hier sind es Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt ebenso wie zwischen den einzelnen Organen innerhalb des menschlichen Organismus beschrieben.

Ja und wir sind 5 TexARTists, deshalb haben wir uns für 5 Elemente entschieden. Und das fünfte Element ist Leere/Weltall.

Ich bin ein Feuerzeichen, deshalb war für mich sorfort klar, dass ich gerne das Element Feuer bearbeiten möchte. Die 12 Sternzeichen wurden in der Antike den 4 Elementen zugeordnet.

Und hier nun meine Umsetzung des Themas. Dies ist das Anfangstücks meines Round Robins. Das geht nun auf die Reise zum nächsten Mitglied und ich warte schon auf das nächste Teil, an dem ich dann arbeiten werden. Es ist das Element Luft.

 


 


Laut der antiken Lehre steckt in jedem Menschen etwas von jedem Element, nur unterschiedlich ausgeprägt. Ich kann mich sehr gut in der Beschreibung des Feuerzeichens wiederfinden. Vor allem der Freiheitswillen ist bei mir sehr ausgeprägt und ich brauche immer wieder neue Herauforderungen. Wenn sich etwas wiederholt, verliere ich oft die Lust, Routinen sind nicht so mein Ding. "Hatte ich schon, weiter...". Fand ich sehr interessant zu lesen, da ich immer wieder dachte: Ja, stimmt, genau so empfinde ich das... Krass.

Mit Feuer verbinde ich verschiedene Eigenschaften, sowohl positiv aber auch negativ. Aber die positiven Assoziationen überwiegen. Wärme, Licht, Zerstörung, Faszination, Lagerfeuer, für etwas brennen, ausgebrannt sein.

Wir arbeiten in der Gruppe in einer Kollaboration an Round Robins zu bestimmten vorab festgelegten Themen. Die Rahmenbedingen wie Größe, Material, Sendeturnus legen wir vorab fest. Dann gehen die Arbeiten auf die Reise. Ca. 1,5 - 2 Jahre sind sie unterwegs und entwicklen sich dabei zu beeindruckenden Artquilts. Hier findest du alle Posts, in denen ich bereits über unsere Gruppe und unsere  Arbeitsweise berichtet habe. 

Hier berichte ich über eine Ausstellung zu unserem ersten Round Robin.  Hier findest du die Beschreibung unserer Arbeitsweise.   

 
Das ist unsere Herausforderung. Unsere Challenge. Die Collaboration. Wir können das Anfangsthema frei wählen, dann aber müssen wir uns immer wieder auf das Thema eines/einer anderen einlassen, auf unterschiedliche Herangehensweisen und Techniken. Aber man muss auch aushalten können, wie sich die  eigene Arbeit weiterentwickelt. 

Wir machen dies nun zum fünften Mal. Wir treffen uns mindestens einmal im Jahr, ansonnsten kommunizierten wir bis letztes Jahr per Yahoo-Gruppe, nun per Whatsapp. Wir stellen gemeinsam aus, wir diskutieren gemeinsam, arbeiten uns an den unserschiedlichen Stilen ab und kommen immer wieder zu einem Kompromis.

Ich bin gespannt, wohin uns die Reise durch die 5 Elemente  trägt.

 



Dienstag, 11. August 2020

30 Tage ArtChallenge - das BUCH

 


Endlich ist es soweit. Das Buch "30 Tage ArtChallenge" - herausgegeben von Marianne Körner - ist endlich da. Wunderschön ist es geworden. Darin zeigen 52 Künstlerinnen ihre Arbeiten, die sie im Rahmen einer 30 Tage ArtChallenge erarbeitet haben. Ja, erarbeitet. Unterstützt von Marianne Körner. Diese Untertützung habe ich als sehr wichtig empfunden.

 

Ich bin beeindruckt von den tollen Arbeiten, die entstanden sind und die Erklärungen dazu. Ich werde mich sicherlich nochmal einer ArtChallenge stellen. Ich finde es sehr spannend, sich intensiv mit einem Thema, Motiv, Technik etc. auseinanderzusetzen.

Aber am meisten berührt mich, dass es meine Arbeit in ein solches Buch geschafft hat und auch der Kommentar von Marianne dazu.

 

 

Über das 30 Tage ArtChallenge Projekt habe ich auf Insta @textilewerke unter #30tageartchallengemai2019 und hier auf dem Blog unter dem Label "artchallenge" ausführlich berichtet. Oder hier.

Das war der Ausgangsstoff. Ein Wholecloth, Siebdruck in Frühlingsfarben mit verschiedenen  selbstgestalteten Siebdruckmotiven.

 

Hier ein Zwischenstadium. Die Arbeit ist Schicht um Schicht aufgebaut. Techniken sind, Maschinen- und Handstickerei, Transferdruck, thermobehandeltes Organza, Frottage, Thermofaxdruck, Schablonendruck.

 

 Und das ist die fertige Arbeit.

Das Buch ein on demand Buch, erschienen im BoD-Verlag. (Werbung in eigener Sache, das Buch habe ich selber gekauft und bezahlt).

Ein großer Dank an Marianne für ihr Engagement.

 


Sonntag, 5. Juli 2020

Schweinereien

Jetzt kann ich es endlich lüften. Die Signatur (Monogram) habe ich ja schon letzte Woche bei den Stoffspielereien gezeigt, aber heute kann ich den ganzen Artquilt zeigen. Gestern war die Vernissage zur Ausstellung "Schweinereien" im Bistro Ringelnatz in Witzenhausen. 

Titel meines Beitrags:
" Von der Lust ein Schwein zu sein....
...
und kein Einhorn"




Die Kuratorin Kerstin Juschkat-Schafhaupt hatte die Idee, das Schwein wieder sichtbarer zu machen und vor allem die positiven Eigenschaften und die Nähe zum Menschen aufzuzeigen. 

Das Wollschwein ist auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) in der Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ aufgeführt und war 2019  die gefährdete Nutztierrasse des Jahres und ist eine der ältesten,  rein erhaltenen Schweinerassen Europas.
Ursprünglich kommt das Wollschwein aus Ungarn. Dort ist es ein nationales Kulturgut.
In 2019 entstand die Idee dem Wollschwein eine Ausstellung im Rahmen der Kulturveranstaltung Treppen Keller Hinterhöfe zu widmen. Kerstin Juschkat-Schafhaupt und Dr. Mathias Wiezorek luden Künstler*innen ein, sich mit dem Schwein auseinanderzusetzen. 
Dann wurden immer mehr Veranstaltungen abgesagt, auch TKH. Ich habe die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema erstmal an Seite gelegt.

Dann kam Ende Mai die knappe Whatsapp-Nachricht: Alles klar, die Ausstellung kann im Bistro Ringelnatz stattfinden, Vernissage am 4.7.
Upps.

Ja, und dann ging es los. Recherchieren, Skizzen wieder herauskramen, entwerfen, nähen, sticken…..

Hier der Werdegang der Arbeit:
Zuerst beschäftige ich mich mit dem Thema, lese mich ein, suche nach Symbolik, Verbindungen, Analogien etc. Dann geht es darum das geeignete Material aus dem Mixed Media Angebot zu finden bzw. die richtige Technik, um die Vision, die man vom fertigen Teil hat zu erreichen.

Ich habe mir Fotos von Schweinen angeschaut, zur Geschichte des Schweins nachgelesen, versucht, einen Bezug zu diesem Tier herzustellen. Weil, ehrlich gesagt, war das Schwein bisher weniger auf meiner Themenliste, obwohl meine Großeltern, als ich Kind war, Schweine gehalten haben und ich später auch Ökologische Landwirtschaft studiert habe.



Es entstand eine Skizze. Ich arbeite selten gegenständlich, zumindest habe ich noch nie wirklich reale Gegenstände oder Lebewesen (außer vielleicht Pflanzen) dargestellt.


Dann ging es in die Umsetzung.



Jetzt kommt die Auswahl der Garne für die Maschinenstickerei. Die Unterfadenspulen werden geladen. Ich bereite sie vorab vor und spule viele Spulen mit unterschiedlichen Farbtönen auf und wechsele tatsächlich ganz regelmäßig Ober- und Unterfaden.






So, das Schwein ist fertig. Wie soll der Hintergrund gestaltet werden? Ich habe mich für einen Stoff entschieden, den ich im letzten Jahr mit Siebdruck gestaltet habe und auf unserem Motorrad-Roadtrip ins Baltikum per Hand bestickt hatte.





Ja und jetzt hängt das Teil in der Ausstellung. Gestern war die Vernissage und ich bin ganz begeistert, welche tollen Arbeiten dort von 14 Künstler*innen gezeigt werden.



Hier ein kleiner Eindruck der Ausstellung:

Wollschwein: Mathias Wiezoreck

eierlegende Wollmilchsau, Renate Thaler

Blick in die Ausstellung, Arbeiten von Karin Rübesam und Ute Seiter-Stedeler

Blick in die Ausstellung: Arbeiten von Karin Rübesam und Dr. Christine Herbold-Ohmes
Die Ausstellung hängt noch bis Ende August im Bistro Ringelnatz in Witzenhausen und ist sicherlich einen Besuch wert.