Donnerstag, 8. September 2016

LaPassacaglia - English Paper Piecing

Schon seit Jahren nähe ich an einem Hexagonquilt, nach der Methode "english paper piecing" oder wie der neue Trend jetzt heisst SLOW SEWING.

Die Teile liegen fertig geschnitten in einem großen Korb im Wohnzimmer, zusammen mit dem Strickzeug. Für den Fall, dass ich einmal vor dem Fernseher hängen bleibe. Ja, genau. Fernseh gucken ist für mich eingentlich bloße Zeitverschwendung - außer... genau!!!! Wenn eine Handarbeit dabei ist. Ich stricke gerne zur Meditation und auf Reisen, Zugfahrten etc. Und aus meiner Zeit in Lesotho noch habe ich das Hexagonprojekt. Also seit ca. 20 Jahren. Damals bin ich zum Quilten gekommen und in meiner Quilting Bee waren einige Farmer's Frauen, die ihren Männern zuliebe fern schauten, um ihm Gesellschaft zu leisten und dabei strickten, stickten oder mit der Hand nähten. Wow, wie ätzend fand ich das damals!!! Wenn der Mann Gesellschaft brauchte, konnte er sich doch zu seiner Frau ins Nähzimmer setzen.

Dadurch entdeckte ich dennoch das "english paper piecing" für mich. Dabei werden Formen, die sich schlecht mit der Maschine zusammennähen lassen mit Hilfe von Papierschablonen ausgeschnitten und von Hand zusammengenäht. Es machte mir Spaß, die Stoffe mit der Hand zu nähen. Es hat etwas Beruhigendes, ja Meditatives. Außerdem kann ich hier Reste verwenden bzw. alten Kleidungsstücken wieder eine neue/weitere  Funktion geben.

So weit bin ich mit dem Hexagonquilt gekommen.




Jetzt kann man das  vielleicht auf das schlechte und für mich wenig attraktive  Fernsehprogramm der letzten 10 Jahre schieben oder auf andere Dinge....

Im Juni laß ich dann auf dem Blog von Kristin Schaper "Am liebsten bunt", dass sie einen LaPassacaglia Quilt plant. Nach dem Buch Millefiori Quilts von Willyne Hammerstein. Ich war sofort angefixt. Aber zuerst dachte ich noch, dass ich dadurch motiviert weiter am Hexagonquilt nähen könnte. dann habe ich aber doch Schablonen zurecht geschnitten für eine Rosette.


Stoffe ausgesucht. (Mein Plan ist, einen sehr bunten Quilt zu machen, da ich hier nur Reste verwerten möchte - also kein Farbcode!!!). Die durften mit auf unsere Reise nach Frankreich.




Aber da wir viel unterwegs waren und es dazu sehr heiß war, hatte ich gar nicht so die Muße und den Anreiz zu nähen.


Aber wenn das Wetter nun kühler wird und ich in den nächsten Monaten einige lange Zugfahrten vor mir habe, besteht Hoffnung hier etwas weiter zu kommen.


Die Schablonen sind auf die Stoffe geklebt und nicht geheftet, wie ich das noch bei dem Hexagonquilt gemacht habe.





Der Anfang ist gemacht



Kristina will immer am Anfang eines Monates über ihre Fortschritte berichten.  Das werde ich dann auch tun (sofern es welche gibt....)

Hier gibt es weitere Informationen.


Kommentare:

  1. Hallo Ute,
    es ist doch sehr spannend zu sehen, dass es wohl auch beim English Paper Piecing Unterschiede bzgl. der Nähtechnik gibt. Das Zeitschriftenpapier ist ja viel dünner, als mein Fotokarton...ist schätzungsweise angenehmer für die Hände... Schlägst Du die Nahtzugaben nicht um? Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem guten Stück weitergeht :) Ach, den "alten" Hexiequilt finde ich auch toll- da lag ich mit 10-15 Jahren Produktionszeit wohl gar nicht so falsch :)
    Viele Grüße

    Kristina

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  2. Dann wünsche ich gutes Gelingen und Durchhalten, ich bin auch ganz fasziniert von dem Projekt.werde beobachten ie es viran geht. Hast du alle Schablonen selber gemacht und ausgerechnet?
    Viele Grüße karen

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  3. TOLL...ich finde das auch faszinierend, konnte mich aber noch nicht durchringen selbst damit anzufangen...das Handnähen erschreckt mich noch.
    Annette

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  4. Ach, wo ich jetzt deinen Hexagonquilt sehe, fällt mir mein längst verschwundener langer Rock wieder ein, den ich in dieser Technik vor über 35 Jahren mal genäht hatte, natürlich auch aus alten Kleidungsstücken und Resten. Zuerst war er in der Kinder-Verkleidungskiste... und dann, keine Ahnung.
    Ja, jetzt da die dunkle Jahreszeit kommt, wirst du wohl wieder voran kommen mit deinem Werk. Ich finde es ja toll, wenn die alten Techniken noch oder wieder gepflegt werden - mich hat es auch immer sehr entspannt.
    LG Ulrike

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