Donnerstag, 15. Juni 2017

Internationale Kunst – die documenta 14 ist eröffnet



Es ist wieder Documenta in Kassel.   


Schon seit Wochen werden Kunstwerke in der Stadt aufgebaut. Die Stimmung und Atmosphäre ändert sich während dieser Zeit sehr.  Ich selbst habe über die Documenta einen Zugang zu Kassel gefunden. Seit fast 30 Jahren lebe ich nun (mit Unterbrechungen) in Nordhessen. Bis 2007 war ich in dieser Zeit nur einmal in Kassel. Anfang der 90ger. Ich bin kein Großstadtmensch und mit zwei kleinen Kindern im Schlepp habe ich diesen Besuch in keiner guten Erinnerung. Dann kam die Documenta12. Ich war hin und weg vom Charme dieser Stadt. OK. Die Stadt hat ihr Gesicht in dieser Zeit auch sehr verändert. Ein guter Freund hat mir gesagt, Kassel muss man sich erarbeiten. Das stimmt. Heute mag ich diese Stadt sehr, ihre Vielfalt. Hier liegt vieles so dicht beieinander. Die geschäftige Innenstadt, an die gleich die wunderschöne Karlsaue anschließt. Manche  Ecken erinnern mich an meine Zeit im Mittleren Osten. Andere haben den Charme  und den Lifstyle von Durban. Der Bergpark mit den Wasserspielen spiegelt eine gewisse Ruhe, aber auch Exentrik wieder. Ich liebe den internationalen Flair und die Geschäftigkeit. 

Aber wenn es Documenta hat, ist die Stimmung unvergleichlich. So war ich in dieser Woche auch wieder Documentaluft schnuppern. Ich taste mich langsam heran. 


Vorbei an dem Fremdlinge und Flüchtlinge Monument in Form eines Obelisken von Olu Oguibe auf dem Königsplatz, der sich hier sehr gut einfügt und einem das Gefühl vermittelt, dass er schon immer da war. Mit der Aufschrift "Ich war ein Fremder und du hast mich aufgenommen" in 4 Sprachen appelliert dieses Werk an das Fürsorgeprinzip von uns allen. Weiter zum Friedrichsplatz. Hier gibt es gleich mehrere Kunstwerke im Öffentlichen Raum zu sehen. Schon seit Wochen steigt weißer Rauch aus dem Zwehrenturm und sorgte für Aufregung.



Die argentinische Konzeptünstlerin Marta Minujin hat eine Neuauflage ihres Parthenon der Bücher errichten lassen. Er hat die gleiche Größe wie sein Pendant in Athen. Beeindruckend.







Schon lange gab es Aufrufe für Bücherspenden. Und gibt es immernoch....
Es ist schon erstaunlich, welche Bücher zu den Verbotenen gehören oder gehörten.


Die documenta 14 wurde am Wochenende eröffnet und geht noch bis Mitte September. Ich freue mich schon darauf, mich einen ganzen Sommer lag der Stadt Kassel und den Ausstellungen aus verschiedenen Perspektiven zu nähern und sie mir weiter zu erarbeiten.

1 Kommentar:

  1. Das tut ja gut von einer anderen Sichtweise zu lesen - ich glaube ich war zu begeistert von der documenta vor 5 Jahren, so dass ich nur enttäuscht werden konnte und dann auch auf keinen grünen Zweig mehr kam...
    Aber es stimmt, die Stadt hat ihre ganz eigene Schönheit, wenn man die Augen dafür aufmacht. Allerdings fand ich das vor 5 jahren auch besonders gelungen. Ich erinnere mich an die Skulpturen bei den Weinbergterrassen unter der Hochstraße, da dachte ich plötzlich, ich bin in Angkor Wat.

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