Sonntag, 13. August 2017

Kommunikation mit Entfärbepaste

Kommunikation ist das Thema des nächsten Round Robin. Wir kommunizieren alle. Persönlich, elektronisch, manche schreiben sogar noch Briefe per Hand oder telefonieren. Dennoch habe ich den Eindruck, dass  Kommunikation sehr schwierig ist und durch die Schnelllebigkeit, der Fülle an Informationen und Kommunikationsmittel sehr viel verloren geht und miskommuniziert wird.

Ich habe lange überlegt, wie ich das Thema umsetzen soll. Zuerst fiel mir der Satz ein "Ich bin nur für das verantwortlich was ich sage, nicht für das, was du hörst." Es fällt auf, dass vieles anders verstanden oder interpretiert wird, als es gesagt/gemeint wurde.

Aber dann habe ich mich anders entschieden. In meinem beruflichen Alltag kommuniziere ich hauptsächlich per Mail. Diese Mails haben den Papierbrief abgelöst. Jetzt beobachte ich gerade einen Prozess, bei dem die formalen Briefregeln durch den Gebrauch der elektronischen Gadgets, wie Smartphone oder Tablet abgeschafft werden. Es gibt keine Anrede mehr, keine Einleitung, keine Grußformel.

Übrig bleibt: "need information for xy, send from my samsung mobile". Kein Name in der Mailadresse erkennbar....

Da ich aber so konditinoniert bin, dass ich im beruflichen nicht in rudimentären Twitter- oder Whatsapp-Sätzen schreiben kann, antworte ich höflich...

"Dear Samsung Mobile,
.....

Ich wollte diese kurzen Sätze vom Handy zum Rechnerbildschirm darstellen. Dazu habe ich für das Handy einen Druckstock hergestellt aus einem Schaumstoff mit sehr rauer Oberfläche. Lag rum, da der Mann gerade Fenster abschleift.




Für den Bildschirm habe ich mit einer Pappe (war eine Geschenkverpackung) experimentiert..


Und dann weiterverarbeitet.

Hat mich nicht so überzeugt.

Weiter gedruckt, auf Papier, verschiedenen Stoffen.






Jetzt stellt sich die Frage, wie arbeite ich es in den Round Robin ein. Es haben ja schon drei Personen vor mir daran gearbeitet. Applikation? Direkt in die Arbeiten drucken? Drucken mit Entfärbepaste? Da ich die Eigenschaften des Stoffs nicht kannte, liess ich mir eine Probe  des Originalstoffs vom "Eigentümer" des RR schicken.

Weitere Versuche mit Entfärbepaste. Es funktionierte. Also druckte ich mutig auf die Originalarbeit.

 die noch feuchte Paste
 nach dem Bügeln
 an dieser Stelle hat es nicht so gut geklappt.

Super. Mission achieved. Die Umsetzung hat funktioniert. Das Teil kann auf die Reise gehen zur nächsten Künstlerin der TexArtist-Gruppe.

P.S. Ulrike  (Ulkau) hat recht (siehe Kommentar). Natürlich habe ich mit Dampf und feuchtem Tuch gebügelt. Eigentlich muss das Teil auch gewaschen werden zum Fixieren. Aber das habe ich mich nicht getraut.



Kommentare:

  1. Schön, dass du deine Gedanken zur Kommunikation mit eingebracht hast und witzig ist die Handy-Idee!
    Sag mal, was ist das für eine Entfärberpaste, die du benutzt? Sie wird durch Bügeln sichtbar und fixiert? Aus der Seidenmalerei früher kenne ich eine Entfärberpaste, ab sie musste dampffixiert werden.
    Lieben Gruß Ulrike

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    1. Liebe Ulrike. Ja ich habe mit Dampf und feuchten Tuch gebügelt. Die Entfärbepaste ist von Jaquard.

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