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Donnerstag, 14. November 2024

Heritage - Die Streuobstwiesen und ihre Bedeutung für die Biologische Vielfalt

 


Nachdem die SAQA-Ausstellung "Orient Express" so erfolgreich über 2 Jahre durch Europa getourt ist, hat die SAQA-Untergruppe Europe&MiddleEast beschlossen, noch einmal eine gemeinsame Ausstellung auf Reisen zu schicken. Pünktlich zur SAQA Global Conference "Plurality and Heritage" im April 2024 wurde die gemeinsame Ausstellung "Heritage" gezeigt. Die Region EU&ME war die Gastgeberregion der Konferenz und wir wollten mittels der Ausstellung die Vielseitigkeit der Region präsentieren. Die Konferenz wurde im Online - Format durchgeführt und die Präsentation der Ausstellung war mit jeweils passenden Musikstücken hinterlegt. Ein Erlebnis !!! Hier mehr Hintergrund auf der SAQA-Seite: https://www.saqa.com/art/exhibitions/celebrating-our-heritage-saqa-regional

Präsentation auf Yutube ansehen und anhören geht hier: https://www.youtube.com/watch?v=Gs2_-FZVpUk

Mittlerweile ist die Ausstellung analog  unterwegs und hatte ihre Präsenz-Premiere beim Quiltfestival in Edingen/Belgien anlässlich des 35. - jährigen Bestehens der belgischen Quilt Gilde. In Deutschland ist die Ausstellung auf der Nadelwelt  im April 2025 zu sehen.


 

Das Format war vorgegeben (30 x70 cm) und es sollte mindestens 1 Wort in der jeweiligen Landespsrache sichtbar eingearbeitet sein.

Ich habe mich für das Wort "Vielfalt" entschieden. Damit meine ich die Biologische Vielfalt.

 


 

Das ist mein Begleittext:

Original engl.

The orchard meadow (Streuobstwiese) is recognized as an intangible cultural heritage by Unesco. Orchard meadows are a traditional historical landscape in Germany. They were created in the 19th and early 20th centuries as communal farm gardens intended for the high-yield cultivation of stone fruit. The preservation and maintenance of orchards is an important contribution to the promotion of biodiversity. They provide diverse habitats for plants, insects, birds and other species, as well as cultivated landscapes and help to counteract species extinction. With this work on the subject of diversity, I would like to draw attention to the dying orchards and encourage their preservation.

deu

Die Streuobstwiese ist von der Unesco als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Streuobstwiesen sind eine traditionelle historische Landschaft in Deutschland. Sie wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert als kommunale Bauerngärten für den ertragreichen Anbau von Steinobst angelegt. Die Erhaltung und Pflege von Streuobstwiesen ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt. Sie bieten vielfältige Lebensräume für Pflanzen, Insekten, Vögel und andere Arten sowie Kulturlandschaften und tragen dazu bei, dem Artensterben entgegenzuwirken. Mit dieser Arbeit zum Thema Vielfalt möchte ich auf die aussterbenden Streuobstwiesen aufmerksam machen und für deren Erhalt werben.

Verwendete Materialien sind Baumwolle, Organza, Seide, verschiedene Garne und Mixed Media

Techniken: Stoffcollage, Siebdruck, Collagrafie, Block printing,Gellie Print, verschiedene Sticktechniken, Maschinen- und Handnähen, Stoffmanipulationen durch Hitze

Hier ein paar Fotos vom Entstehungsprozeß:


Sonntag, 29. Januar 2023

Stoffspielereien: Stoffbücher

Stoffbücher ist das Thema der ersten Stoffspielereien im neuen Jahr 2023. 

 


Auch ich möchte mich heute gerne mal wieder beteiligen und meine textilen Buchhüllen zeigen. Diese Buchhüllen werden gerne als Geschenkverpackung für Tagebücher, Gartennotizbücher oder Reisetagebücher genommen.

 




Diese Buchhülle war eine Kundenbestellung für ein Hochzeitsgeschenk

 

Hier habe ich schon einmal über die Entstehung meiner verschiedenen Buchhüllen berichtet.

Gastgeberin heute ist Christiane auf ihrem Blog Schnitt für Schnitt. Dort zeigt sie die Entstehung eines gebundenen Buches aus Stoff und verlinkt alle Beiträge der heutigen Stoffspielereien. Vielen Dank dafür.


Die Themen für 2023:

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien, die schon seit 2012 laufen,  findest Du auf stoffspielereien.net.

Samstag, 5. Dezember 2020

Das Element Feuer

 


 


Feuer - eines der 5 Elemente, die wir in unserer Textilkunstgruppe TexARTists als Thema des 5. Round Robins gewählt haben.

Die Lehre der vier Elemente beruht auf der Annahme, daß alles Leben seinen Ursprung in den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde hat und dass man ihnen bestimmte körperliche und charakterliche Eigenschaften zuordnen kann. (Wikipedia)

Moment mal, werden sich jetzt einige fragen. Sie hat am Anfang 5 Elemente geschrieben. Wieso 5 Elemente. In der Regel sprechen wir in unserem Kulturkreis von den 4 Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft. Dies beruht auf der Vier-Elemente-Lehre der antiken griechischen Philosophie. Der Buddhismus kennt die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Leere als fünftes Element.

Auch in China findet man eine Lehre der Fünf Elemente. Hier sind es Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt ebenso wie zwischen den einzelnen Organen innerhalb des menschlichen Organismus beschrieben.

Ja und wir sind 5 TexARTists, deshalb haben wir uns für 5 Elemente entschieden. Und das fünfte Element ist Leere/Weltall.

Ich bin ein Feuerzeichen, deshalb war für mich sorfort klar, dass ich gerne das Element Feuer bearbeiten möchte. Die 12 Sternzeichen wurden in der Antike den 4 Elementen zugeordnet.

Und hier nun meine Umsetzung des Themas. Dies ist das Anfangstücks meines Round Robins. Das geht nun auf die Reise zum nächsten Mitglied und ich warte schon auf das nächste Teil, an dem ich dann arbeiten werden. Es ist das Element Luft.

 


 


Laut der antiken Lehre steckt in jedem Menschen etwas von jedem Element, nur unterschiedlich ausgeprägt. Ich kann mich sehr gut in der Beschreibung des Feuerzeichens wiederfinden. Vor allem der Freiheitswillen ist bei mir sehr ausgeprägt und ich brauche immer wieder neue Herauforderungen. Wenn sich etwas wiederholt, verliere ich oft die Lust, Routinen sind nicht so mein Ding. "Hatte ich schon, weiter...". Fand ich sehr interessant zu lesen, da ich immer wieder dachte: Ja, stimmt, genau so empfinde ich das... Krass.

Mit Feuer verbinde ich verschiedene Eigenschaften, sowohl positiv aber auch negativ. Aber die positiven Assoziationen überwiegen. Wärme, Licht, Zerstörung, Faszination, Lagerfeuer, für etwas brennen, ausgebrannt sein.

Wir arbeiten in der Gruppe in einer Kollaboration an Round Robins zu bestimmten vorab festgelegten Themen. Die Rahmenbedingen wie Größe, Material, Sendeturnus legen wir vorab fest. Dann gehen die Arbeiten auf die Reise. Ca. 1,5 - 2 Jahre sind sie unterwegs und entwicklen sich dabei zu beeindruckenden Artquilts. Hier findest du alle Posts, in denen ich bereits über unsere Gruppe und unsere  Arbeitsweise berichtet habe. 

Hier berichte ich über eine Ausstellung zu unserem ersten Round Robin.  Hier findest du die Beschreibung unserer Arbeitsweise.   

 
Das ist unsere Herausforderung. Unsere Challenge. Die Collaboration. Wir können das Anfangsthema frei wählen, dann aber müssen wir uns immer wieder auf das Thema eines/einer anderen einlassen, auf unterschiedliche Herangehensweisen und Techniken. Aber man muss auch aushalten können, wie sich die  eigene Arbeit weiterentwickelt. 

Wir machen dies nun zum fünften Mal. Wir treffen uns mindestens einmal im Jahr, ansonnsten kommunizierten wir bis letztes Jahr per Yahoo-Gruppe, nun per Whatsapp. Wir stellen gemeinsam aus, wir diskutieren gemeinsam, arbeiten uns an den unserschiedlichen Stilen ab und kommen immer wieder zu einem Kompromis.

Ich bin gespannt, wohin uns die Reise durch die 5 Elemente  trägt.

 



Samstag, 24. Oktober 2020

Textile Behälter - Stoffspielereien

 


 


Auf diese Stoffspielerei zum Thema "Textile Behälter" habe ich mich schon sehr gefreut. Eigentlich war klar, dass textile Behälter für mich eindeutig, Taschen, Täschchen und Utensilos sind. Die nähe ich ja rauf und runter für alle Gelegenheiten und als beliebte Mitbringsel. Aber dann habe ich mein Studio aufgeräumt, weil ich Platz zum Nähen brauchte 😂😂😂 und dabei habe ich eine Schublade mit wasserlöslicher Folie wieder gefunden. Sie war natürlich immer schon da, aber irgendwie nicht interessant. Aber dann hat mich doch der Spieltrieb gepackt und ich habe textile Schalen gestickt.

Dazu legt man wasserlösliche Folie (Es gibt auch Vließe, je nach Hersteller) auf einen Stickrahmen. die Folie sollte überlappen. anschließend belegt man diese Folie mit Wolle, Garnen, Stoffschnipsel, etc. Man kann Muster legen oder einfach random.


Schön is auch die Stofflagen oder Fäden zwischen Tüll oder Netz  oder Organza oder oder...zu legen.

 

 

Darüber kommt nun wieder eine Folie und der Stickrahmen wird geschlossen.

 


 




 

(Wie du siehst, sammle ich sogar die Fadenabschnitte.🙈 (Aber ich benutze sie ja auch wieder...)

 


Einen ganzen Schuber habe ich mit tollen Fadenabschnitten. 😂😂😂
 

Jetzt wird mit der Maschine freihand gestickt. Dazu den Transporteur absenken oder abdecken und mit einem Stickfüsschen loslegen. Auch hier kannst du wieder Muster sticken oder random. Je nach Lust und Laune. Wichtig ist, dass sich die Fäden regelmäßig kreuzen bzw. berühren, damit später beim Auflösen der Folie nicht alles auseinander fällt.




Wenn alles gut bestickt und verbunden ist, kommt der spannende Teil der Auflösung. Hier mit kaltem oder heißem Wasser (je nachdem was die Folie möchte) die Folie auswaschen. Vorsichtig. Nicht alles auswaschen, damit sich das entstandene Stück noch gut formen lässt.

Formen kann man z. B. mit einer Schüssel, aber auch freihand....



Trocknen lassen und sich freuen.....







Die Mädels hinter Petersilie&Co sammeln heute die Beiträge stellvertretend für Feuerwerk by kaze. Danke euch, dass ihr so kurzfristig eingesprungen seid und Danke an Karen für das tolle Thema.

Die Stoffspielereien

Bist du auch eine Stoffspielerin?
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.
Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Der nächste Termin ist am:
29.11.2020: (Skandinavien) bei Nähzimmerplaudereien

Unsere Termine 2021:

31.01.2021: „Smocking“ bei Machwerk 
28.02.2021: „Stoffschichten“ bei Stoffnotizen
28.03.2021: „Pop Art“ bei bimbambuki
25.04.2021: „Fransen“ bei made with Blümchen
30.05.2021: „Exotisch“ bei Petersilie & Co
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche

 

Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findet Ihr bei „Siebensachen zum Selbermachen“.

Sonntag, 5. Juli 2020

Schweinereien

Jetzt kann ich es endlich lüften. Die Signatur (Monogram) habe ich ja schon letzte Woche bei den Stoffspielereien gezeigt, aber heute kann ich den ganzen Artquilt zeigen. Gestern war die Vernissage zur Ausstellung "Schweinereien" im Bistro Ringelnatz in Witzenhausen. 

Titel meines Beitrags:
" Von der Lust ein Schwein zu sein....
...
und kein Einhorn"




Die Kuratorin Kerstin Juschkat-Schafhaupt hatte die Idee, das Schwein wieder sichtbarer zu machen und vor allem die positiven Eigenschaften und die Nähe zum Menschen aufzuzeigen. 

Das Wollschwein ist auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) in der Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ aufgeführt und war 2019  die gefährdete Nutztierrasse des Jahres und ist eine der ältesten,  rein erhaltenen Schweinerassen Europas.
Ursprünglich kommt das Wollschwein aus Ungarn. Dort ist es ein nationales Kulturgut.
In 2019 entstand die Idee dem Wollschwein eine Ausstellung im Rahmen der Kulturveranstaltung Treppen Keller Hinterhöfe zu widmen. Kerstin Juschkat-Schafhaupt und Dr. Mathias Wiezorek luden Künstler*innen ein, sich mit dem Schwein auseinanderzusetzen. 
Dann wurden immer mehr Veranstaltungen abgesagt, auch TKH. Ich habe die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema erstmal an Seite gelegt.

Dann kam Ende Mai die knappe Whatsapp-Nachricht: Alles klar, die Ausstellung kann im Bistro Ringelnatz stattfinden, Vernissage am 4.7.
Upps.

Ja, und dann ging es los. Recherchieren, Skizzen wieder herauskramen, entwerfen, nähen, sticken…..

Hier der Werdegang der Arbeit:
Zuerst beschäftige ich mich mit dem Thema, lese mich ein, suche nach Symbolik, Verbindungen, Analogien etc. Dann geht es darum das geeignete Material aus dem Mixed Media Angebot zu finden bzw. die richtige Technik, um die Vision, die man vom fertigen Teil hat zu erreichen.

Ich habe mir Fotos von Schweinen angeschaut, zur Geschichte des Schweins nachgelesen, versucht, einen Bezug zu diesem Tier herzustellen. Weil, ehrlich gesagt, war das Schwein bisher weniger auf meiner Themenliste, obwohl meine Großeltern, als ich Kind war, Schweine gehalten haben und ich später auch Ökologische Landwirtschaft studiert habe.



Es entstand eine Skizze. Ich arbeite selten gegenständlich, zumindest habe ich noch nie wirklich reale Gegenstände oder Lebewesen (außer vielleicht Pflanzen) dargestellt.


Dann ging es in die Umsetzung.



Jetzt kommt die Auswahl der Garne für die Maschinenstickerei. Die Unterfadenspulen werden geladen. Ich bereite sie vorab vor und spule viele Spulen mit unterschiedlichen Farbtönen auf und wechsele tatsächlich ganz regelmäßig Ober- und Unterfaden.






So, das Schwein ist fertig. Wie soll der Hintergrund gestaltet werden? Ich habe mich für einen Stoff entschieden, den ich im letzten Jahr mit Siebdruck gestaltet habe und auf unserem Motorrad-Roadtrip ins Baltikum per Hand bestickt hatte.





Ja und jetzt hängt das Teil in der Ausstellung. Gestern war die Vernissage und ich bin ganz begeistert, welche tollen Arbeiten dort von 14 Künstler*innen gezeigt werden.



Hier ein kleiner Eindruck der Ausstellung:

Wollschwein: Mathias Wiezoreck

eierlegende Wollmilchsau, Renate Thaler

Blick in die Ausstellung, Arbeiten von Karin Rübesam und Ute Seiter-Stedeler

Blick in die Ausstellung: Arbeiten von Karin Rübesam und Dr. Christine Herbold-Ohmes
Die Ausstellung hängt noch bis Ende August im Bistro Ringelnatz in Witzenhausen und ist sicherlich einen Besuch wert.