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Sonntag, 18. April 2021

Frühlingspost 2021

 

 


Bei der Frühlingspost 2021 organisiert von Michaela  und Tabea von Post.Kunst.Werk.Blog dreht sich alles um das Thema Insekten. Die diesjährige Technik ist Collagraphie. Hier kannst du weitere Details zur Aufgabenstellung nachlesen.

Ich bin in Gruppe 18 und wir sind 8 Teilnehmerinnen. Jede Woche kommt nun 8 Wochen lang wunderschöne Postkunst in Form eines Din A4  Doppelbogens aus dem am Ende ein Insektenbuch gestaltet wird.

Dreimal habe ich schon Post bekommen und diese Woche war ich dran. Mittlerweile müssten alle meine Post erhalten haben, sodass ich vom Making Off erzählen kann und das Instagram - Rätsel auflösen kann.....

Nachdem ich unser Insektenbestimmungsbuch durchgeblättert habe, bin ich gleich beim Ohrwurm hängen geblieben. Ich liebe diese kleinen braunen Wesen, für die ich regelmäßig Ohrwurmhöhlen an unsere Obstbäume hänge, damit sie die Schädlinge fernhalten.

Außerdem hat der Name Ohrwurm so eine schöne Doppeldeutigkeit. Und NEIN - er hat seinen Namen nicht daher, dass er ins Ohr krabbelt, sondern, weil aus ihnen im getrockneten Zustand ein Pulver gerührt wurde, das gegen Ohrenschmerzen helfen sollte.

Natürlich habe ich erstmal viel zum Ohrwurm (lat. Forticulidae) gelesen, gezeichnet und überlegt, wie ich ihn darstelle. Dabei bin ich auf hochwissenschaftliches aber auch auf witzige Darstellungen und Anekdoten gestoßen. 

Zuerst habe ich eine Druckplatte gebaut und verschiedene Druckuntergründe ausprobiert. 

Als Materialien verwendete ich Moosgummi, Kordel, Mullbinden, Heißkleber, Jeansreste, Obstnetze und Garne. Alles wurde am Ende mit einer Schicht Klarlack überzogen.

 

 


 

Gedruckt habe ich mit Acryfaben, die ich mit Trocknungsverzögerer gemischt habe. 






Da auf dem A3-Format 4 Seiten Platz war und damit viel Gestaltungsspielraum habe ich mich entschieden, auch der Doppeldeutigkeit des des Begriffs "Ohrwurm" etwas Platz einzurichten.

Ich habe mir vorgestellt, wie sich dieses kleine Lebewesen seinen Weg durch das Ohr bahnt. 


... oder wie es sich in einem Baum einnistet und die Blattläuse sucht und frisst......


 

 

 


Dann fiel mir ein, dass es noch eine Bedeutung des Wortes "Ohrwurm" gibt, nämlich wenn einem eine Melodie nicht mehr aus dem Kopf, oder Ohr? gehen möchte. Daraufhin musste ich einen kleinen Stempel mit Noten schnitzen. 


 



Briefumschläge

Auf jeden Fall hatte ich in der Umsetzung des Themas sehr viel Spaß. Natürlich hat auch der Briefumschlag eine Ohrwurmgestaltung bekommen sowie die Karten.

Und hier die Post der ersten drei Wochen:

ein Skarabäus von Susanne @SusaKb

Schmetterling von Eva Lupp @emalupp

Brigitte ohne Blog und Insta mit Käfer und Spinne (streng genommen ja kein Insekt)

Und eine sonderpost von Angela.  

Sonderpost von Angela @31_bamberg


Vielen Dank euch vieren. Ich freue mich jede Woche auf wunderschöne Post. Und bin gespannt, was noch kommt.

Hier sind weitere Frühlingspostbeiträge verlinkt. Linkliste



Mittwoch, 15. April 2020

Pink und Fläche

Pink und Fläche ist das Thema im April beim Mittwochsmustermix organisiert von den Frauen hinter  nahttlust und muellerinart.

Zuerst dachte ich, dass pink ja eigentich nicht meine Farbe ist, aber dann habe ein gut abgelagertes pinkes Stöffchen aus meinem Färbefundus gezuppelt und gesehen, dass es echt Potential hat. Kombiniert mit anderen Stoffen im pinken Modus und in Schichten mit bearbeitetem Organza bestickt ist dann bald eine tolle Mappe entstanden, mit der ich einem pink liebendem Mächen eine tolle Freude machen kann.








Und hier sind alle Beiträge zu pink und Fläche im April verlinkt.

Dienstag, 19. November 2019

Rostzeit - Papier rosten

Die Ausstellung Grenzen ist erfolgreich zu Ende gegangen, das Semester ist gut gestartet und nun beginnt die dunkle Jahreszeit und ich plane sie auch zur ruhigen Jahreszeit zu machen.

Ausstellung Grenzen


Zwischendurch habe ich auf Papier gerostet und altes Leinen gefärbt. Eine Beteiligung an einer Ausschreibung sowie die Teilnahme an der Adventspost 2019 sind die schönen Aktivitäten, denen ich jetzt zum Jahresende noch entgegen schaue.



Über die Jahre habe ich viele rostige Gegenstände gesammelt, vor dem Müll auf der Baustelle gerettet, beim Spaziergang gesammelt oder aus der Asche gelesen.




Ich mag die Marks, die der Rost auf Stoff hinterlässt, aber ich habe noch nie auf Papier gerostet. Das wollte ich unbedingt ausprobieren.

Dazu wurden alle rostigen Gegenstände schichtweise mit Delipaper, Zeitungspapier, Druckerpapier geschichtet. Jede Schicht bekam eine ordentliche Dusche mit Essig/Wasser-Gemisch. Dann habe ich alles zum Trocknen liegenlassen und nach 2 Wochen mit Spannung wieder ausgepackt. 





Samstag, 11. Mai 2019

Frühlingspost 2019 - Wie ich's gemacht habe

Bei der von Michaela (Müllerinart) und Tabea initiierten Frühlingspost 2019 war ich als Teilnehmerin der Gruppe 8 in der vorletzten Woche dran. Viel Zeit, sich ordentlich auszuprobieren. Und das habe ich auch ausgiebig gemacht. In den vorherigen Posts habe ich schon berichtet, wie ich mich Stück für Stück den Kleisterpapieren angenähert habe. Hier und hier kannst du es nachlesen. Jetzt haben hoffentlich alle ihre Post erhalten und ich kann zeigen, wie ich's gemacht habe  und was dabei heraus gekommen ist.

Nach einigen Testläufen mit selbstgekochtem Kleister habe ich mich dann doch für Kaufkleister entschieden. Diesen habe ich mit Acrylfarbe gemischt und mich dabei an Pasteltöne herangetastet.

Auch mit verschiedenen Papieren habe ich experimentiert. Am besten hat mir das festere Papier gefallen.  Aber die dünneren haben am Ende auch gut ausgeschaut, nach kräftigem  Pressen und Bügeln.




Die verschiedenen Strukturen sind duch ganz unterschiedliche Werkzeuge und Verfahren entstanden.
Kundenkarten, Eiskratzer, Lineal, Stift, Stempel und Kämme kamen zum Einsatz. Nichts im Haus war sicher vor mir.

Sogar einen Läusekamm habe ich mir gekauft. Die nette Apothekerin hat mich sogar fachfrauisch beraten, nachdem ich ihr erzählt hatte, wofür ich diesen Kamm brauche.
Das Ergebnis mit dem Läusekamm fand ich besonders gelungen.



Die unterschiedlichen Strukturen und Farbgebungen entstanden durch mehrstufiges Bearbeiten in verschiedenen Schichten bzw. Farbaufträgen.

Auch Frottage habe ich ausprobiert. Dabei sind sehr schöne Muster und Strukturen entstanden.



 Diese Struktur kommt durch einen Abklatsch. Auch nicht schlecht.


Ganz zum Schluss bekamen die fertigen Karten noch einen Wachsauftrag. Dafür habe ich feste mit einer Kerze auf den Papieren gerieben. EASY. Aber ein toller Effekt, da die Karten und Umschläge dadurch eine besonders schöne Griffigkeit  und einen schönen Glanz bekommen.











 Kleinformat







Schön zu Päckchen verpackte Sets aus je drei Karten mit passenden Umschlägen ging es auf die Reise. Als Zugabe bekam jede Empfängerin noch Tags, mit laminierten Buchstaben  auf Kleisterpapieren verziert.




Auch  die Umschläge  wurden entsprechend gestaltet und mit einem extra geschnitzten ug -Stempel bedacht.



Gute Reise. Mögen die Karten viele Empfänger*innen erfreuen und viele Brieffreundschaften bereichern.




Mir hat diese Postkunstaktion  wieder sehr viel Spaß gemacht. Aber ich war auch sehr froh, dass ich erst sehr spät schicken musste. Das Projekt war für mich sehr aufwenig, da ich kein richtiges Papierwerkzeug habe, wie Schneidemaschine, Presse, etc.,und  mich auch erst mit der Technik vertraut machen musste. Aber es hat sich voll gelohnt. Ich habe so viel gelernt. Viele nette Menschen kennengelernt, wenn auch nur virtuell, aber immerhin.

Ein großer Dank auch an meine Gruppe 8. Was habe ich für tolle Karten bekommen.Jetzt kommt noch einmal Post  nächste Woche, und dann ist es auch schon wieder vorbei.
Vielen Dank an Michaela und Tabea. Ich bin schon gespannt auf die Sommerpostaktion.

Ich habe noch viel Papier übrig und somit viel Material für weitere Karten und Umschläge sowie Collagenmaterial.

Und hier geht es zur Linksammlung der Post-Kunstwerke.


Montag, 25. März 2019

Textiles Wellness in Speyer und ein Gewinn

Es war wieder herrlich im Textilstudio Speyer. Ein Kurs mit Jette Clover. Was für eine tolle Kursleiterin!!! Und im Tandem mit Brunhilde Scheitmeir ein Traum. Wellness für die Seele sozusagen.



Text - Paper and Textile hieß es in der Ankündigung. Aber egal was angekündigt worden wäre, ich wäre eh gekommen. Schon so lange bewundere ich die Arbeiten von Jette Clover. Irgendwann habe ich sie angeschrieben und gefragt, ob sie in Deutschland Kurse gibt. Und sie hat sofort geantwortet. "Ja klar, im Studio von Brunhilde in Speyer. Der beste Ort zu unterrichten." So habe ich das tolle Angebot von Jeromins und von Brunhilde entdeckt und schon einige Kurse über die Jahre dort gemacht. Und nun konnte ich auch endlich einen Kurs bei Jette machen.

Sehr beeindruckt hat mich die Aussage, es ist wichtig, täglich zu üben, sowie ein Musiker oder Sportler. Stimmt. Jette schlägt vor, sich Materialien vorzubereiten und jeden Tag, gleich am Morgen 10-15 Minuten an einer Collage zu arbeiten. Intuitiv. Es soll das Auge schulen, für Farben, Formen, Komposition.



Diesen Monat bin ich viel unterwegs, aber ab April habe ich mir fest vorgenommen, ganz gezielt eine Übungszeit in meinen Tagesablauf einzubauen.

Wir haben Übungen mit wenigen Materialien gemacht.  Das war einerseits eine Herausforderung, andererseits musste man sich wirklich auf das Wesentliche konzentrieren. Oder besser gesagt, ich konnte mich auf das Wesentliche konzentrieren. Wie oft verzettele ich mich in der Fülle des vorhandenen Materials????

Zuerst haben wir mit Tee, Kaffee und Tinte Papiere gestaltet, anschließend mit diesen Collagen hergestellt. Dabei konnten wir Stoffe, Papiere und Stich kombinieren und Oberflächengestaltungsmöglichkeiten ausprobieren.




Oberflächengestaltungsmöglichkeiten!!!! Was für ein herrliches Wort. Jette spricht ein wenig Deutsch und hat das Wort "Oberflächengestaltung" oft und gerne benutzt. Es ging soweit, dass wir solche ewig langen deutschen Wortkreationen für sie gesammelt haben.




Hier ein Eindruck von meinem Arbeitsplatz. Auch eine selbsthergestellte  Gellieplate kam noch zum Einsatz.

Der Kurs hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich wieder geerdet.

Draußen tobte Sturm "Eberhard" und wir  arbeiteten völlig beseelt im Studio und bekamen gar nichts mit. Erst auf dem Heimweg wurden wir mit der Realität konfrontiert. Aber ich habe es gelassen und völlig entspannt bis nach Hause geschafft - trotz des Chaos um mich herum.

Und dann habe ich, als ich wieder zu Hause war, noch ein tolles Päckchen aus Australien bekommen. Ich hatte auf Instagram bei #paper_cloth_studio eine wunderschöne Arbeit gewonnen. Einen eco-print. Das war herrlich. Ich habe noch nie etwas gewonnen.




Alles hier ist  - falls Werbung -- unbezahlt und wird  aus reiner Wertschätzung genannt.