Bei der von Michaela (
Müllerinart) und Tabea initiierten
Frühlingspost 2019 war ich als Teilnehmerin der Gruppe 8 in der vorletzten Woche dran. Viel Zeit, sich ordentlich auszuprobieren. Und das habe ich auch ausgiebig gemacht. In den vorherigen Posts habe ich schon berichtet, wie ich mich Stück für Stück den Kleisterpapieren angenähert habe.
Hier und
hier kannst du es nachlesen. Jetzt haben hoffentlich alle ihre Post erhalten und ich kann zeigen, wie ich's gemacht habe und was dabei heraus gekommen ist.
Nach einigen Testläufen mit selbstgekochtem Kleister habe ich mich dann doch für Kaufkleister entschieden. Diesen habe ich mit Acrylfarbe gemischt und mich dabei an Pasteltöne herangetastet.
Auch mit verschiedenen Papieren habe ich experimentiert. Am besten hat mir das festere Papier gefallen. Aber die dünneren haben am Ende auch gut ausgeschaut, nach kräftigem Pressen und Bügeln.
Die verschiedenen Strukturen sind duch ganz unterschiedliche Werkzeuge und Verfahren entstanden.
Kundenkarten, Eiskratzer, Lineal, Stift, Stempel und Kämme kamen zum Einsatz. Nichts im Haus war sicher vor mir.
Sogar einen Läusekamm habe ich mir gekauft. Die nette Apothekerin hat mich sogar fachfrauisch beraten, nachdem ich ihr erzählt hatte, wofür ich diesen Kamm brauche.
Das Ergebnis mit dem Läusekamm fand ich besonders gelungen.
Die unterschiedlichen Strukturen und Farbgebungen entstanden durch mehrstufiges Bearbeiten in verschiedenen Schichten bzw. Farbaufträgen.
Auch Frottage habe ich ausprobiert. Dabei sind sehr schöne Muster und Strukturen entstanden.
Diese Struktur kommt durch einen Abklatsch. Auch nicht schlecht.
Ganz zum Schluss bekamen die fertigen Karten noch einen Wachsauftrag. Dafür habe ich feste mit einer Kerze auf den Papieren gerieben. EASY. Aber ein toller Effekt, da die Karten und Umschläge dadurch eine besonders schöne Griffigkeit und einen schönen Glanz bekommen.
Kleinformat
Schön zu Päckchen verpackte Sets aus je drei Karten mit passenden Umschlägen ging es auf die Reise. Als Zugabe bekam jede Empfängerin noch Tags, mit laminierten Buchstaben auf Kleisterpapieren verziert.
Auch die Umschläge wurden entsprechend gestaltet und mit einem extra geschnitzten ug -Stempel bedacht.
Gute Reise. Mögen die Karten viele Empfänger*innen erfreuen und viele Brieffreundschaften bereichern.
Mir hat diese Postkunstaktion wieder sehr viel Spaß gemacht. Aber ich war auch sehr froh, dass ich erst sehr spät schicken musste. Das Projekt war für mich sehr aufwenig, da ich kein richtiges Papierwerkzeug habe, wie Schneidemaschine, Presse, etc.,und mich auch erst mit der Technik vertraut machen musste. Aber es hat sich voll gelohnt. Ich habe so viel gelernt. Viele nette Menschen kennengelernt, wenn auch nur virtuell, aber immerhin.
Ein großer Dank auch an meine Gruppe 8. Was habe ich für tolle Karten bekommen.Jetzt kommt noch einmal Post nächste Woche, und dann ist es auch schon wieder vorbei.
Vielen Dank an
Michaela und Tabea. Ich bin schon gespannt auf die Sommerpostaktion.
Ich habe noch viel Papier übrig und somit viel Material für weitere Karten und Umschläge sowie Collagenmaterial.
Und hier geht es zur
Linksammlung der Post-Kunstwerke.